von Siegfried Seidel

Ich kritisiere die Politik der Europäischen Union (EU), denn die EU ist undemokratisch, ungerecht, unfriedlich und unökologisch. Aber seinen wir mal ehrlich, das trifft aber auch auf die deutsche Politik zu.
  
Nun, welchen Schluss ziehe ich daraus? Die deutsche Politik und auch die Politik der EU darf nicht bleiben wie sie ist. Ich bin der Meinung: „Europa geht anders. Nämlich: Solidarisch, sozial, friedlich, ökologisch und demokratisch.“
 
Leider gibt es Parteien die gegen die EU und gegen den Euro wettern, ich finde das falsch. Wir sollten lieber gegen eine neoliberale kapitalistische EU und gegen eine kapitalistische Währungspolitik kämpfen. Für Wirtschaftsdemokratie und Solidarität.
 
Diese Parteien wettern auch gegen Geflüchtete. Menschen die davor geflüchtet sind, eine Kugel in den Bauch zu bekommen, oder ein Loch im Bauch durch Hunger . Das heißt für mich, es gibt keinen Unterschied zwischen Kriegs- und Armutsflüchtlingen, denn beide Situationen sind tödlich.
 
Ich möchte auch kein Europa der Vaterländer, ein Zurück zum Nationalstaat ist der falsche Weg. Machen wir uns lieber auf den Weg zur Republik Europa. Doch das steht bei der Europawahl (noch) nicht zur Abstimmung. Eine Rückkehr zum Nationalismus, bringt uns nur wieder an den Rand von Kriegen in Europa. Dies haben wir im Jugoslawienkrieg (1991 - 2001) gesehen und erleben es in der Ukraine. Und durch den "Brexit", drohen die Unruhen zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland wieder auf zu flammen. Nationalismus führt zum Krieg und zu neuen Grenzen.
 
Am 2. Mai 1989 begannen ungarische Soldaten mit der Demontage des Grenzzauns zu Österreich. Es war der Tag, an dem sich der "Eiserne Vorhang" öffnete. Heute gibt es in Ungarn wieder Zäune um Geflüchtete abzuhalten. Dies ist unmenschlich. Wir brauchen keine Zäune und Mauern in und um Europa. Europa war lang genug durch den „Eisernen Vorhang“ getrennt. Aber leider setzen die nationalen Regierungen der EU Staaten weiter auf ein neoliberales Europa der Austerität, dadurch wird aber eben dieser Nationalismus gestärkt.
Ich möchte das auch in unseren schönen Stadtbezirk Ahlem-Badenstedt-Davenstedt alle Menschen friedlich und solidarisch zusammenleben. Uns sollte klar sein, die Grenzen verlaufen nicht zwischen Völkern und Kulturen, sondern zwischen Oben und Unten. Deshalb streite ich  für ein friedliches Europa ohne Mauern und Grenzen mit sozialen Standards und demokratischen Institutionen. Für ein Europa der Solidarität statt einer EU der Konkurrenz.  Europa kann durch Demokratie und soziale Gerechtigkeit verändert werden – andernfalls besteht die Gefahr, dass rechte Parteien und Populisten Europa nach ihrem Bild verändern.
 
Wenn Sie gegen ein weiter so der neoliberalen Parteien in Europa und Deutschland sind und gegen die rechten Parteien und Populisten ein Zeichen setzen wollen, dann machen Sie es wie ich, geben Sie der LINKEN am 26. Mai ihre Stimme. Liste 5. 

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