von Siegfried Seidel
Wir sind erschüttert von dem rechtsextremen Mord an Walter Lübcke (CDU), den Morden von Halle und Hanau.
Wir trauern um die Ermordeten: Jana Lange, Kevin Schmidt, Gökhan Gültekin, Ferhat Ünver, Hamza Hartovic, Mercedes Kierpacz, Sedat Gürbüz, Kalojan Welkow, Vile Viorel Paun, Said Nesser El Hashemi. Wir trauern mit ihren Familien.
Die Mahnwachen vom 20. und 21.02 in Hannover (und auch bundesweit) zeigten sehr eindrucksvoll das die Mehrheit der Hannoveraner*innen den Rechten Terror ablehnen und für ein friedliches Zusammenleben und eine Bunte Gesellschaft eintreten.
Die Anschläge von Halle und Hanau sind keine Einzelfälle. Die Amadeu Antonio Stiftung zählte im Oktober 2019 seit der Wiedervereinigung 198 Todesopfer rechtsextremer Gewalt, hinzu kommen jetzt noch die Morde von Hanau und die Stiftung verweist zudem auf mindestens 12 Verdachtsfälle.
Um es klar auszudrücken, es gibt einen Rechtsterrorismus in unserem Land.
 
Wer nun glaubt, dies alles würde in der Region Hannover nicht passieren, verkennt das es auch hier rechtsextreme Straftaten gibt, angefangen mit der faschischtischen Gruppe „Besseres Hannover“, die auch in Ahlem mit Schmiereren und Aufklebern in der Vergangenheit auffiel , und denen Verbindungen zum NSU nachgesagt werden. Bis hin zur neuen Gruppierung die sich „Calenberger Bande“ nennt. Auf sie gehen verschiedene Flugblätter, Plakate und Graffiti zurück, die vor allem im Raum Ronnenberg, Gehrden, Mühlenberg, Bormun, Empelde und Pattensen gefunden wurden. Sie sollen auch für die Brandanschläge auf die Haustüren eines jüdischen Ehepaares in Hemmingen und einer kurdischen Familie in Bormun verantwortlich sein.
 
Alles Taten in unserer Nachbarschaft, ein Wunder das es keine Toten gab.
 
Wir und alle Menschen die für ein friedliches Zusammenleben mit allen ihren Nachbar*innen leben und sich in einer bunten Welt für Alle wohlfühlen, sind aufgefordert sich gegen rechte Umtriebe im Rahmen ihrer Möglichkeiten einzusetzen. Das bedeutet nach unserer Überzeugung: das wir im Bezirks-und Stadtrat, in der Regionsversammlung Hannover, im Land- sowie Bundestag und auch in Vereinen und Betrieben für demokratische Rechte und Freiheiten, für soziale Sicherheit, Feminismus und Gleichberechtigung aller Menschen eintreten.
Keinen Millimeter nach Rechts!
 

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