Am Freitag den 21.09.2018 will sich der niedersächsische Umweltminister Lies mit den Kommunen zusammensetzen und über eine Verbesserung der Luftqualität und eine nachhaltige Mobilität sprechen.

„Das ist dringend notwendig“, so der Landesvorsitzende DER LINKEN. Niedersachsen Lars Leopold aus Hildesheim, „aber es müssen auch deutlich messbare Ergebnisse rauskommen“.

Zuallererst, so Leopold, müsse endlich Ministerpräsident Weil seinen Widerstand gegen Hardware-Nachrüstungen bei Dieselfahrzeugen aufgeben, die von der Autoindustrie bezahlt werden müssen. Wenn selbst Bundesverkehrsminister Scheuer inzwischen Hardware-Lösungen für Dieselfahrzeuge fordere, sei es total unverständlich, warum sich Ministerpräsident Weil unisono mit der Autoindustrie lediglich für eine Verbesserung der Schummel-Software in den Dieselautos einsetze.

Auf dem ehemaligen Vorwerk-Gelände in Gehrden soll es keine Vorgaben für klimafreundliches Bauen geben - sehr zum Leidwesen der Gruppe Grüne/Linke.

Eigentlich verlief die Sitzung des Ausschusses für Bau- und Städteplanung recht zügig und bei den Abstimmungen einheitlich ab. Keine Nachfragen, einstimmiges Votieren – und weiter zum nächsten Tagesordnungspunkt. Doch der letzte Tagesordnungspunkt im öffentlichen Teil, bei dem es um energieffizientes Bauen auf dem ehemaligen Vormerk-Gelände ging, sorgte für Diskussionen und Ärger.

Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke hatten beantragt, dass das zukünftige Wohngebiet als sogenannte Plus-Energie-Siedlung deklariert und erstellt werden soll.

zum Artikel

Unser Ratsherr in Gehrden, Dirk Tegtmeyer empfiehlt für die Sommerferien folgendes Buch:

Envisioning Real Utopias von Erik Olin Wright; gibt es auf Deutsch auch bei Suhrkamp ( LINK ), aber irgendwie nicht in den Bibliotheken in Hannover und Göttingen, auf jeden Fall habe ich es hier auf Englisch. Darin findet sich u.a. die kompakte Begründung eines Grundeinkommens: "Unconditional basic income is a fundamental redesign of the system of income distribution. As we will see in detail in chapter 7, it has potentially profound ramifications for a democratic egalitarian transformation of capitalism; poverty is eliminated; the labor contract becomes nearly voluntary since everyone has the option of exit; the power relation between workers and capitalists become less unequal, since workers, in effect, have an unconditional strike fund; the possibility of people forming cooperative associations to produce goods and services to serve human needs outside of the market increases since such activity no longer needs to provide the basic standard of living of participants." (S.5.)

Hier geht es zur Leseprobe auf deutsch: https://www.suhrkamp.de/download/Blickinsbuch/9783518297926.pdf

Den Hinweis auf das Buch hatte ich aus einem Text über 'Transformation' der Emanzipatorischen Linken Niedersachsen:

https://emalinds.wordpress.com/2017/09/03/wege-aus-dem-kapitalismus-aspekte-einer-transformationstheorie/

Von Dirk Martin Tegtmeyer

"Um das Jahr 2000 herum sprachen Bibliotheksdirektoren in aller Welt, die sich selbst als Avantgarde verstanden, von der kommenden bücherfreien Bibliothek, die durch den Online-Zugang zu e-Pub- und PDF-Publikationen ersetzt würde. Die Leser fände man dann zu Hause, an freien Arbeitsplätzen, in Cafés. [...] Auch viele Politiker waren begeistert von solchen Vorhersagen, meinten sie doch, schon mittelfristig viel Geld für Arbeits- und Leseräume sowie Lagerflächen sparen zu können.

Selten wurde eine kulturpolitische Vorhersage derart schnell als blanker Unsinn widerlegt wie diese. Es ist gerade die Digitalisierung, die die Nutzer wieder in die Bibliotheken treibt, weil sie es nicht mehr ertragen, ständig alleine zu forschen, zu denken, zu lesen. Der Mensch ist ein Gesellschaftstier. Selbst in Kopenhagens Vorort Orstad hat die einst gefeierte erste ganz bücherfreie Bibliothek Dänemarks inzwischen Bücher erhalten: Die Kinder und die Eltern verlangten nach ihnen, wollten nicht immer nur auf Bildschirme sehen.

Hier geht es zum Artikel der Berliner Zeitung

Siegfried Seidel (Stadtteilgruppensprecher DIE LINKE. Hannover-West): "In einer Zeit, in der ein Bundesminister den Schulterschluss mit dem Ungarischen Ministerpräsident Viktor Orbán, dem Star der ganzen Rechten (Deutschlandfunk Kultur 05.01.18 LINK)sucht,  kommt ein Aufruf über Partei- und Gesellschaftsgrenzen hinaus gerade richtig. Denn nicht nur in sogenannten bürgerlichen Kreisen, sondern auch in Grünen und Linken Kreisen kommt es dazu, dass Zugeständnisse an rechte Rhetorik und reaktionäre Ideen gemacht werden.

Dieser Aufruf ist ein starkes Signal gegen Rassismus und Ausgrenzung. Bitte unterschreiben auch Sie den Aufruf, ich habe es auch getan.

https://solidaritaet-statt-heimat.kritnet.org/

 

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