von Julia Grammel
 
Die Region hat im Sommer über meinen Antrag vom 20.9.18, der eine Taktverdichtung auf der Linie 120 in der Zeit zwischen 20 Uhr und 22 Uhr wochentags forderte, stattgegeben. Zum Fahrplanwechsel am 15.12.19 verkehrt die 120 in der Woche von 20 Uhr bis 22 Uhr nun im 15-Minuten-Takt. Auch am Sonnabend, in der Zeit von 9 Uhr bis 12:30 Uhr, wird auf einen 15-Minuten-Takt umgestellt.
 
Eine Geschwindigkeitsmessung, die im Frühjahr und im Sommer in der Lenther Straße in Badenstedt an 3 Tagen in der Zeit von 7 Uhr bis 12 Uhr durchgeführt wurde, hat keine gravierenden Geschwindigkeitsüberschreitungen der Verkehrsteilnehmer*innen erfasst. Laut Messung fuhren insgesamt 41 Fahrzeuge mehr als die vorgeschriebenen 30 km/h. Der Höchstwert lag bei 48 km/h. Einen Zeitraum von 7 Uhr bis 12 Uhr zu wählen erscheint kurzsichtig. Während der Morgenstunden zwingt ein erhöhtes Verkehrsaufkommen die Autofahrer*innen automatisch zur Einhaltung der 30 km/h. Aussagekräftiger wäre eine Messung bis in die späten Abendstunden gewesen.
 
Die Entfernung der Wohncontainer in der Petit-Couronne-Str. in Ahlem steht teilweise bevor. Die Familien sollen umgesiedelt werden. Mein Antrag, Drucksache 15-2030/2019, forderte eine schnellstmögliche Unterbringung in Wohnungen, insbesondere für Familien mit schulpflichtigen Kindern. Der Antrag wurde in die Fraktion gezogen. Der Bezirksrat befasst sich dann im November in seiner Sitzung mit dem Antrag. Wohin die Roma Familien jetzt kurzfristig ziehen müssen, konnte in der Bezirksratssitzung vom 5.9.19 nicht geklärt werden. Bekannt ist, dass sich vor den Toren Hannovers, in Lahe, eine Obdachlosenunterkunft befindet. Sollte es zu einer Umsiedelung nach Lahe kommen, erfahren die Menschen die gleiche gesellschaftliche Ablehnung, die sie schon in ihren Heimatländern erleben mussten. Sie leben dort wie Aussätzige am Rande der Gesellschaft, außerhalb der Städte in Ghettos. Unter den Roma sind Kinder. Die Erfahrungen, die sie in unser Gesellschaft machen werden, sind prägend für ihr späteres Leben. Gerade sie verdienen Aufmerksamkeit, Chancengleichheit, soziale Teilhabe und unseren Respekt.

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