von Siegfried Seidel

Die Situation an der türkisch-griechischen Grenze ist unerträglich. Polizei und Militär schießen u.a. mit scharfer Munition auf Menschen, die verzweifelt versuchen in die EU zu gelangen.

Gleichzeitig formieren sich rechte Mobs und attackieren Geflüchtete, Journalist*innen, medizinisches Personal, einfach alle, die im Verdacht stehen, sich für Geflüchtete zu engagieren. Den Mobs haben sich auch deutsche Rassisten, Faschisten und Neonazis angeschlossen.

Genau aus diesem Grund gingen am 04.März mehr als 1.000 Menschen in Hannover (und auch bundesweit) unter dem Motto „Grenzen auf! Leben retten!“ auf die Straße. So auch Menschen aus unseren Stadtbezirk.

2015 hat die solidarische Mehrheit in Deutschland Geflüchtete willkommen geheißen und sich gegen Ausgrenzung, Hetze und Rassismus gestellt. 2020 sind wir immer noch da und selbstverständlich bereit, Menschen in Not zu helfen. Aktuell haben sich 140 Kommunen in Deutschland dazu bereit erklärt Geflüchtete aufzunehmen. Auch die Landeshauptstadt Hannover will sich daran beteiligten. Wir als LINKE können dies nur unterstützen, allerdings dürfen wir es nicht zu lassen, das die Geflüchteten Menschen gegen die hier lebenden Menschen ausgespielt werden. Deshalb ist es wichtig für Alle Wohnraum zuschaffen.

Das Ahlem-Badenstedt-Davenstedt ein Bezirk ist, der sich für alle hier lebenden Menschen einsetzt, hat die Veranstaltung des Netzwerk 11 für Flüchtlingshilfe bei ihrer Veranstaltung in der Plantage deutlich gezeigt. Zu Gast waren u.a. Vertreter*innen von der „Seebrücke“, diese wollen mit verschiedenen Aktionen über die Situation der Geflüchteten im Mittelmeer aufmerksam machen. Sie gehörten auch zu den Organisatoren der Demostration am 04. März. In der letzten Sitzung des Integrationsbeirates Ahlem-Badenstedt-Davenstedt, regte Siegfried Seidel an, das der Beirat sich stärker um einen Austausch mit solchen Bündnissen wie der „Seebrücke“ einzusetzen solle, „es könne Synergieeffekte geben, von den alle Beteiligten profitieren.“ so Seidel.

Der Bezirksbürgermeister Rainer Göbel (SPD) sagte darauf hin, er wolle einige dieser Organisationen in die nächsten Sitzungen des Beirates einladen.

Zeigen wir allen gemeinsam, das Europa ein solidarisches Europa ist und bieten dem Hass und der Hetze keinen Raum.

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