Bezirksrat Döhren-Wülfel tagt am Donnerstag: Ein Kinder- und Jugendparlament steht zur Debatte. Erfolg für DIE LINKE, CDU übernimmt Antrag von der linken Bezirksratsfrau Julia Grammel aus Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Der Antrag wurde durch einen interfraktionellen Antrag übernommen und einstimmig beschlossen. LINKS wirkt!

Hannover: Freizeitheim Döhren |

In den Medien ist ab und zu von einer „Sozialdemokratisierung“ der CDU zu lesen. Doch das ist Schnee von gestern. Im Stadtbezirk Döhren-Wülfel sind die Christdemokraten schon weiter. Hier wird sich auch ungeniert bei den Linken bedient.

Fehlt es an eigenen Ideen oder haben sich die politischen Positionen nur sehr stark angenähert? Auf der Tagesordnung der nächsten Bezirksratssitzung von Döhren-Wülfel steht ein Antrag der CDU, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, im Stadtbezirk ein Kinder- und Jugendparlament einzurichten. Dieser Vorschlag entspricht fast wörtlich den Antrag der Linken-Einzelvertreterin Julia Grammel im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davensted (Drucksachen-Nr. 15-2128/2017). Offenbar um wenigstens etwas zu ändern, haben die Christdemokraten  aber zwei wichtige Punkte weggelassen. Grammel schlug nämlich auch vor, für das dem Kinder- und Jugendparlament Finanzmittel einzuplanen und Räume bereitzustellen. Ausgerechnet dies fehlt im Döhren-Wülfeler-Antrag. SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Schade dazu: „Wenn man schon abschreibt, sollte man es auch richtig machen.“

Vor einer ganzen Reihe von Jahren hatte bereits die SPD schon einmal den Vorschlag für ein Jugendparlament auf die Tagesordnung des Bezirksrates Döhren-Wülfel gebracht. Damals scheiterte der Antrag an der Nein-Stimmen-Mehrheit von CDU und Grünen.

Der Bezirksrat Döhren-Wülfel tag wieder am kommenden Donnerstag, den 9. November im Freizeitheim Döhren (An der Wollebahn 1). Für viel Diskussionsstoff dürften auch der Bebauungsplanentwurf Nr. 1553 Kronsberg-Süd und die Information zur geplanten Turbinenanlage am Leinewehr sorgen. Wegen der umfangreichen Tagesordnung beginnt die Sitzung des Bezirksrates deshalb bereits um 17:30 Uhr.

Quelle:MyHeimat.de (06.11.17)

Neue Grundschule? Fehlanzeige

 von Lisa otto

Ahlem/Badenstedt/Davenstedt. „Wir wollen keine weiteren Container, sondern eine Schule wie in anderen Stadtbezirken auch“, bringt es Bezirksbürgermeister Rainer Göbel (SPD) des Stadtbezirks Ahlem-Badenstedt-Davenstedt auf den Punkt. Denn die derzeitige Grundschulsituation sei mehr als angespannt. Alleine drei der vier Grundschulen im Stadtbezirk unterrichten ihre Schüler schon in umgebauten Containern. Einen gibt es in der Friedrich-EbertSchule in Badenstedt, jeweils

zwei in der Grundschule AhlemundderGrundschuleInder SteinbreiteinDavenstedt. Dem kann Sachgebietsleiter für Schulentwicklungsplanung Michael Ziegler vom Fachbereich Schule nicht folgen: „Die Schulsituation ist angespannt, aber nicht besorgniserregend.“ Die Schüler-zahlen sollen nach dem kommunalen Schulentwicklungsplandienächstendrei Jahre konstant bleiben und vermutlich erst 2020 etwas ansteigen. Bei Bedarf können kurzbis mittelfristig auch noch neue mobile Raumeinheiten aufgestelltwerden„Eine neue Grundschule zeichnet sich nicht ab“, so Ziegler. Dies stößt allerdings bei vielen Mitgliedern des Bezirksrates Ahlem-BadenstedtDavenstedt auf Unverständnis. „In drei bis vier Jahren haben wir hier die gleichen Probleme wie zur Zeit mit den Kita-Plätzen“, meint Fraktionsfrau Julia Grammel(DieLinke).Undweiter: „Es kann nicht immer mit Containern gearbeitet werden.“ Ziegler betont allerdings, dass die Kapazitäten „nicht nur durch Container gedeckt sind.“ Zum einen habe die GebrüderKörting-Schule noch Kapazitäten und zum anderen soll es in den nächsten Jahren zwei neue Grundschulen in Seelze geben. „Zurzeit gehen noch Schüler aus Velber und Letter-Süd in die GrundschuleAhlem“, soZiegler. Dies soll danach nicht mehr der Fall sein. Doch damit wollen sich die Mitglieder des Bezirksrates aufgrund des Baus von Neubaugebieten und Zuzügen von Familien mit Kindern nicht zufrieden geben. „Eine Schule kostet 20 Millionen Euro. Für alles wird Geld ausgegeben nur nicht für die Bildung“,betont Thomas Alfermann (SPD). Die jetzige Situation mit den Containerbauten ist eine kurzfristige Lösung aber langfristig nicht haltbar. „Es müssen Lösungsvorschläge geliefert werden. Wir haben besorgte Eltern“, so CDU-Fraktionsvorsitzende Sabine Dudda. Wo die neueSchule hinsoll, steht allerdings noch nicht fest. Wichtigseinur, dass eine in den Stadt-bezirk kommt.„Aber auch ein Ausbau einer Grundschulewäre natürlich vorstellbar. Da müsste man dann auch gucken, bei welcher das möglich ist“, so Göbel. Denn eine Situation – wie momentan mit fehlenden Kita-Plätzen–möchte niemand.

Quelle: Hallo Wochenblatt/Hallo Ahlem 04.10.2017

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