von Dirk Martin Tegtmeyer

Gehrden hatte ja mal einen Straßenbahnanschluss nach Hannover, die damalige Linie 10, die 1961 stillgelegt wurde, deswegen war das diese Woche Thema, und das Gehrden seitdem keinen Straßenbahnanschluss mehr hat, wurde allgemein bedauert. Aber ich kann die Entscheidung, Anfang der 60er die Verbindung einzustellen, schon verstehen. Zum einen hätte sie offenbar teuer modernisiert werden müssen, zum anderen war der Bedarf geringer. Zuckerrüben konnten mit den neueren LKWs sicherlich besser transportiert werden, und die Nachfrage nach Personentransport war vielleicht auch geringer. Für einen Sonntagsausflug in den 1920ern oder 50ern war die Straßenbahn sicherlich optimal, aber Anfang der 60er war das Wirtschaftswunder so weit, dass für viele Haushalte das erste Auto finanzierbar war. Und viele Pendler nach Hannover würde es damals in Gehrden wohl gegeben habe, die die Straßenbahn nutzen? Von den damaligen knapp 10.000 Einwohnern (von Gehrden und den Ortschaften) - wie viele arbeiteten in Gehrden selbst, und wie viele arbeiteten in Hannover, und wie gut kamen diese mit der Straßenbahn dort hin?

Jetzt sieht die Sache natürlich anders aus. Inzwischen ist stadtplanerisch längst klar, dass es keinen Sinn ergibt, davon auszugehen, dass die Pendler alle mit dem Auto in die Großstadt fahren sollen, weil dies nur dazu führt, dass die Leute Zeit durch im Stau stehen und bei der Parkplatzsuche verlieren oder man zu viel Fläche für Zufahrtsstraßen und Parkplätze aufwenden muss. Das Umweltbundesamt hatte letzte Woche ein radikales Umdenken in der Verkehrspolitik angeregt ( http://www.spiegel.de/…/umweltbundesamt-fordert-parkplatz-r… ); für Autos soll deutlich weniger Fläche verwendet werden.

Da bin ich klar dafür, aber dann braucht Gehrden eine bessere Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr an Hannover. Es geht nicht nur darum, wie oft die Busse fahren, sondern auch, wie lange sie brauchen Ein direkter S-Bahn-Anschluss wäre natürlich ideal, aber eine Verbesserung der Busanbindung durch eine Busspur (vor den Ampeln) und gezielte Ampelschaltung wäre auch schon mal ein Fortschritt.

Von Dirk Martin Tegtmeyer

Der Traum vom Wohneigentum ist für immer mehr Menschen in Deutschland aufgrund der hohen Immobilienpreise zu Ende.

Auf die nahe liegende, aber radikale, Schlussfolgerung, dass man auf dem Immobiliensektor eine gemischte Wirtschaft bräuchte, mit einem starken öffentlichen Sektor, um die Mietpreise unten zu halten, kommt eine Zeitung wie die Wirtschaftswoche natürlich nicht zu sprechen.

Hier geht es zum Artikel der Wirtschaftswoche:

LINK

Von Siegfried Seidel

Am 17. Juni 2018 traf sich in Hannover der "Landesrat LINKE Frauen (LLF). Die überregionale Kampagne der Linkspartei "Menschen vor Profite: Pflegenotstand stoppen" war eines der Hauptthemen.Die Kampagne soll auf den katastrophalen Zustand des öffentlichen Gesundheitswesens hinweisen und Antworten aufzeigen.


Die Teilnehmerinnen des LLF begrüßten diese politische Schwerpunktsetzung einhellig. Zunächst berichteten sie über erste Erfahrungen der konkreten Umsetzung von Aktionsvorschlägen der Kampagne. Die waren unterschiedlich. Sie umfassten Solidaritätsaktionen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, die viel Zustimmung erfuhren, aber auch Resignation und Desinteresse, die in Gesprächen an Infotischen deutlich wurden.


Der Landesrat LINKE Frauen bedauert aber, das der Kampgne jede feministische Dimension fehle, obwohl Fürsorge- und Pflegearbeit mehrheitlich noch immer das Betätigungsfeld von Frauen ist. Leider ist diese Arbeit schlecht oder gar nicht bezahlt.
Der LLF ist sich einig darüber, das die Marginalisierung und Unterbewertung von Fürsorge- und Pflegearbeit ihre historische Begründung in der Tatsache hat, dass sie Zeit braucht, wenn sie in menschenwürdiger Weise getan wird. Das widerspricht der Logik von Gewinnmaximierung, die Zeiteinsparung als Voraussetzung hat. Dieses Argument feministischer Analyse in der Pflegekampagne auszubuchstabieren, könnte ihr eine antikapitalistische Perspektive geben, die das Motto „Menschen vor Profite“ untermauert und die Kampagne als unverwechselbar LINKS von anderen Parteien abheben lässt.

 

Gehrden:

Tja, da fiel der /Linke Teil der Ratsgruppe wohl bei der 2. Nennung der Kürzung der Textlänge zum Opfer. Der digitale Artikel ist hinter der Paywall der HAZ ; im gedruckten heißt es: "Etwas zurückhaltend blieb Dirk Tegtmeyer (Gruppe Grüne/Linke). Zwar wünsche sich seine Gruppe nicht mehr Autoverkehr in der Innenstadt, doch aufgrund der Probleme gerade an Markttagen würde sich Linke und Grüne auch nicht gegen mehr Parkplätze sperren. Tegtmeyer begrüßte zwar grundsätzlich die Initiative der CDU, gleichwohl fehlen den Grünen [d.h.: der Ratsgruppe Grüne/Linke] die Visionen und die konkreten Vorschläge.

 

Den kompletten Artikel finden Sie hier: ( http://www.haz.de/…/CDU-will-eine-Standortgemeinschaft-fuer… )

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