18. Oktober 2016   Einblicke - Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
Filialschließungen ein Politikum?

 

Der Verwaltungsrat der Sparkasse Hannover hat Sparmaßnahmen beschlossen, die die Schließung einiger Filialen zur Folge haben wird. Laut Presseberichten soll das Einsparpotenzial 19 Mio. Euro betragen. Auch die Filiale in Davenstedt wird dem Rotstift zum Opfer fallen. Ein Service mit Geldautomaten und Terminals ist nicht vorgesehen.

In Davenstedt bieten zwei Geldinstitute die Möglichkeit des Geldabhebens an. SparkassenkundInnen müssten bei einer Schließung auf institutsfremde Geldautomaten zurückgreifen und weite Wege in Kauf nehmen. Das ist zeitaufwendig und mit zusätzlichen Gebühren verbunden. Viele Ältere sind SparkassenkundInnen und auf eine wohnortnahe Versorgung mit Bankgeschäften angewiesen. Online-banking ist nicht allen KundInnen zuzumuten.

Ein weiterer Grund der gegen die Schließung spricht ist die Wirtschaftsstruktur, die am Davenstedter Markt weiter geschwächt wird. Der Wochenmarkt und die naheliegenden Geschäfte sind in ihrer Existenz bedroht.

Sparkassen haben im Gegensatz zu privatwirtschaftlich geführten Bankinstituten einen öffentlichen Auftrag, der eine flächendeckende und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung vorsieht. Der Verwaltungsrat der Sparkasse Hannover setzt sich aus unterschiedlichen Personen zusammen. Ihm gehören nicht nur Sparkassenbedienstete an, sondern auch Vertreter aus der Politik. Unter anderem führen Oberbürgermeister Schostok und Regionspräsident Hauke Jagau (stellv. Vorsitzender) den Vorsitz im Verwaltungsrat an . Die Linke ist in diesem Gremium nicht vertreten. Bekannt ist, dass die Sparkasse Hannover einen Teil ihrer Gewinne an die Stadt Hannover und die Region abführen muss. Sinken diese Gewinne, so fällt auch die Zuwendung an die Stadt und die Region geringer aus. Hier offenbart sich ein Interessenkonflikt: Gewinnabführungen versus leere Kassen der Kommune. 2014 flossen jeweils 2,8 Mio. Euro in die Stadt- und Regionskasse.

Wir sind gegen die Schließung der Davenstedter Filiale. Ein Geldautomat für Ein- und Auszahlungen und ein Terminal für Überweisungen und Daueraufträge müssen wenigstens erhalten werden.

Ihre Meinung ist uns wichtig! Schreiben, mailen oder rufen Sie uns an.

Julia Grammel (für DIE LINKE. BO West)

 

 

 

 

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