11. März 2017   Einblicke - Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
Zukunftsmodell „Sparkasse“

 

Am 6.3.17 trafen sich der Seniorenbeirat (SBR), der hannoversche Oberbürgermeister und eine Vertreterin und ein Vertreter der Sparkasse Hannover Region, die beide dem Vorstand angehören, im Freizeitheim Vahrenwald, um über die geplanten Filialschließungen der Sparkasse in Hannover und der Region zu sprechen.

Frau Stadtmüller, Vorsitzende des Seniorenbeirates, hielt eine sachliche Einführungsrede, in der sie am Beispiel der Sparkassenfiliale in Davenstedt, die mit der Aufgabe verbunden Nachteile für ältere Menschen erläuterte. Allein durch die sozioökonomischen Bedingungen muss dort wenigstens ein SB-Bereich, also Bankomat und Kontoauszugsdrucker, aufrechterhalten bleiben. Auch sind Seniorinnen und Senioren nicht alle technikaffin und bevorzugen eher den persönlichen Kontakt zu einer Sparkassenmitarbeiterin oder -mitarbeiter. In ein paar Jahren wird es diese Übergangsproblematik nicht mehr geben. Zur Zeit kommt für Menschen über 80 Jahre die Neuanschaffung eines internettauglichen PC nicht mehr in Frage, vielen fehlt auch das notwendige Geld dafür.

In seiner Argumentation zum Ende einiger Filialen ging der Oberbürgermeister bis in die 70er Jahre, in denen es schon solche Maßnahmen gegeben hätte, zurück. Zweigstellenschließungen seien nichts Neues. Die Überlegungen zur Filialschließungen haben eine zweijährige Vorbereitungsphase beansprucht und sind gut durchdacht.

Frau Berghoff-Ising und Herr Bratherig, beide im Vorstand der Sparkasse, zeigten sich kompromisslos.Die Rationalisierungsmaßnahmen sind notwendig und werden vorgenommen, ansonsten kann die Sparkasse ihren Auftrag nicht mehr erfüllen und verschwinde vom Markt. Die Kreditvergabe erfordere Eigenkapital, das nur durch erwirtschaftete Gewinne gebildet werden könne.

Fazit: Die Sparkasse hält an ihren Filialschließungen fest. Auch wenn Marktbeobachtungen zeigen, dass die Generation 60plus kein Onlinebanking nutzt. Weiterer Negativaspekt, die Schwächung der Wirtschaftsstruktur im Bereich der Zweigstellen, die „dichtmachen“. In Davenstedt wird in den nächsten Jahren ein Konzept zur sozialen Quartiersentwicklung, das auch die Bedürfnisse der älteren Generation berücksichtigt, greifen, um eine Quartiersentleerung zu vermeiden. Mit der Aufgabe der Filiale am Davenstedter Marktplatz würde dieses Projekt auf der Kippe stehen.

 

In der kommenden Sitzung des Bezirksrates am 23. März wird ein Vertreter der Sparkasse im Rahmen der Bürgersprechstunde zur Zweigstelle am Davenstedter Marktplatz Stellung nehmen.

 

Julia Grammel (für DIE LINKE.BO-West)

 

 

 

 

 

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