20. August 2017   Bezirksrat - Kurz berichtet
Wie lebensnah und bürgerfreundlich ist die Verwaltung?

In der letzten Bezirksratssitzung am 17. August war Frau Klinschpahn-Beil, Bereichsleiterin der hannoverschen Kindertagesstätten, anwesend. In Ahlem fehlen über 100 Kindergartenplätze.

Frau Klinschpahn-Beil erläuterte die Gründe für die Situation in Ahlem und beantwortete die Fragen der anwesenden Eltern, die von der eklatanten Unterversorgung betroffen sind. Die Bereichsleiterin führte als Begründung die unerwartete Steigerung der Geburtenrate an, mit der die Verwaltung anscheinend nicht gerechnet hatte. Auch die Überführung bestehender Kindergruppen in Kleinkindgruppen hat das Angebot für die 3-6 jährigen Kinder vor Ort reduziert. Die Vorgehensweise war notwendig, um der gesetzlichen Pflicht, jedem Kleinkind ein Betreuungsplatz zu garantieren, nachzukommen. Ansonsten hätte die Verwaltung mit finanziellen Forderungen der Eltern rechnen müssen, die ihr Recht auf einen Betreuungsplatz durchsetzen konnten.
Der Anstieg der Geburtenrate war abzusehen. Hannover wächst insgesamt und ist gerade bei jungen Familien beliebt, siehe Schriften zur Stadtentwicklung Heft 120. Ahlem wird bis 2025 um 3,3% wachsen. Die Zahlen sind von August 2014 und haben die Zuwanderung von Flüchtlingen nicht berücksichtigt. In Ahlem sind Neubauten auf dem Gelände an der Gartenbauschule entstanden und weitere sind auf dem Grund des Ahlemer Schulzentrums in Planung. Wenn Frau Klinschpahn-Beil die dramatische Unterversorgung auf die unerwartet hohe Geburtenrate schiebt, ist das eine Ausrede. Bauvorhaben unterliegen einer langfristigen Planung. Mit einem höheren Bedarf an Betreuungsplätzen war zu rechnen, da gerade junge Familien nach Ahlem gezogen sind. Auch die Vorgehensweise Kleindkindplätze durch den Wegfall von Kitaplätzen für 3-6 jährige Kinder zu schaffen, offenbart eine kurzsichtige und einfache Planungsweise, die letztendlich die Eltern "ausbaden" müssen.
Um die Unterversorgung in Ahlem abzumildern sind Container geplant, die zum Kindergartenjahr 2018/19 temporär aufgestellt werden sollen. Vorgesehen ist ein Grundstück der Landwirtschaftskammer in Ahlem, so Frau Klinschpan-Beil. Zur Zeit finden Verhandlungsgespräche mit dem Grundstückseigentümer und der Stadt statt und eine Baugenehmigung für die Container beanspruche auch noch einige Zeit, deshalb der späte Zeitpunkt. Die Eltern waren sehr aufgebracht, weil jetzt ganz akut Bedarf bestehe. Auf Nachfrage, warum auf bestehenden Kindertagesstätten, wie die Kita "Am Ahlemer Holz" keine mobilen Räume zur Verfügung gestellt werden, begründete die Bereichsleiterin mit ökonomischen Überlegungen und mit Platzgründen.
In Ahlem fehlen Betreuungsplätze. Der Bedarf war vorauszusehen. Die Ursache liegt auch an der strengen Hausaltsdisziplin. Die Politik sei dafür verantwortlich, so einige Eltern. Die Verwaltung investiert im Rahmen ihrer Vorgaben, die durch die Schuldenbremse bestimmt werden, auch wenn das an der Realität vorbeigeht. Die Linke fordert ein gerechteres Steuersystem. Mit höheren Abgaben für hohe Einkommen und Gewinne sind öffentliche Angebote finanzierbarer. Nicht ausreichende Kitaplätze dürften dann kein Thema mehr sein.
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Julia Grammel

 

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