Aktuelles aus Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
25. September 2017

Ergebnisse der Wahl zum Bundestag 2017

Ahlem - Badenstedt - Davenstedt

 

 

 

Wähler*innenstimmen

Prozente

+/-

CDU

4353

26

-5,70%

SPD

5227

31,2

-9,00%

Grüne

1595

9,5

-0,50%

DIE LINKE

1576

9,4

2,10%

FDP

1455

8,7

5,10%

AFD

1856

11,1

7,77%

 

 

 

 

 

Ahlem:

 

 

Wähler*innenstimmen

Prozente

+/-

CDU

1398

27,2

-5,60%

SPD

1550

30,2

-10,00%

Grüne

453

8,8

0,10%

DIE LINKE

451

8,8

1,80%

FDP

473

9,2

5,60%

AFD

597

11,6

8,40%

 

Badenstedt:

 

 

Wähler*innenstimmen

Prozente

+/-

CDU

1317

22,8

-6,20%

SPD

1779

30,8

-9,20%

Grüne

654

11,3

-1,00%

DIE LINKE

642

11,1

2,80%

FDP

458

7,9

5,00%

AFD

649

11,2

7,50%

 

Davenstedt:

 

 

 

Wähler*innenstimmen

Prozente

+/-

CDU

1638

28,1

-5,30%

SPD

1898

32,5

-7,80%

Grüne

488

8,4

0,50%

DIE LINKE

483

8,3

1,60%

FDP

524

9

4,70%

AFD

610

10,4

7,20%

 

 
19. September 2017

Direktkandidat für die Landtagswahl - Wahlkreis 27

An dieser Stelle möchten wir unseren Direktkandidaten Siegfried Seidel im Wahlkreis 27 für die anstehende Landtagswahl vorstellen.

Die Ziele seines politischen Engagements sind eine solidarische, gerechte, demokratische und ökolgische Gesellschaft. Eine Welt ohne Zwang, Unterdrückung und Ausbeutung. Er möchte mit seiner Kandidatur die sozial-ökologische Wende vorantreiben. „Nur mit einer LINKEN an ihrer Seite ist sichergestellt, dass SPD und Grüne auch das tun, was sie versprechen“, betont der Landtagskandidat. „Das gilt in der Kommunalpolitik genauso wie in der Landespolitik."

Als gestandener Kommunalpolitiker ist es Siegfried Seidel wichtig, dass arme Städte nicht gegen reiche Städte ausgespielt werden. Denn durch die „Schuldenbremse“ und den Fiskalpakt werden die Selbstverwaltungsrechte der Kommunen noch stärker als bisher eingeschränkt. Der 53-Jährige wird deshalb im Landtag gegen die „Schuldenbremse“ kämpfen, vor der alternative Wirtschaftswissenschaftler und der Deutsche Gewerkschaftsbund eindringlich warnen. Seidel kündigt Widerstand an, wenn im Zuge des Fiskalpakts etwa Kürzungen im sozialen Bereich, bei Kindern und Jugendlichen und in der Bildung drohen.

Die LINKE ist für Seidel die Partei der Bürgerrechte und diese sind in Niedersachsen noch nicht immer ausreichend ausgebaut.
So gibt es in Niedersachsen statistisch zwar alle 2,5 Jahre einen Antrag auf Volksbegehren und alle acht Jahre kommt es zu einem Volksbegehren. Aber Volksentscheide gab es noch nie. Bei einem Flächenland wie Niedersachsen ist das mehr als verwunderlich, denn Themen gibt es genug. Reformen sind dringend notwendig. Aber es gibt keine Reformbemühungen, was am fehlenden Willen der im Landtag vertretenen Parteien liegt.
Um dies zu änderen möchte Siegfried Seidel in den Landtag, ebenso will er das Wahlrecht zur Landtagswahl auf 16 Jahre runterbrechen, ein Verfahren welches es im Stadtstaat Bremen schon gibt. Als Kommunalpolitiker ist es ihm auch wichtig, das alle Einwohner*innen ein Kommunalwahlrecht bekommen.

„Das Wort ‚Schuldenkrise’ ist begrifflicher Unfug und verschleiert, dass den Staatsschulden immer private Vermögen gegenüberstehen“, betont er. „Wir haben deshalb keine ‚Schuldenkrise’, sondern eine Verteilungskrise. Die Reichen werden immer reicher, die weitaus meisten Menschen und der Staat immer ärmer. Damit muss Schluss sein!“ Siegfried Seidel will sich deshalb im Landtag für Bundesratsinitiativen für eine wiederbelebte Vermögenssteuer und die Einführung einer Börsenumsatzsteuer stark machen. Die so gewonnen Geldern sollen nach seinen Vorstellungen in den Schuldenabbau und in soziale Projekte fließen.

DIE LINKE ist für Seidel auch die Partei des sozialökologischen Umbaus.
Als Mitarbeiter eines Verkehrsbetriebs, ist es ihm wichtig, das der ÖPNV und auch der Fernverkehr ökologisch und sozial verträglich ausgebaut werden. Das heißt Verkehrsunternehmen, die Hybrid- und Elektrobusse anschaffen wollen, müssen noch stärker gefördert werden und die Deutsche Bahn darf keine weitere Strecken stilllegen.
Sehr wichtig ist ihm, dass die ökologische Frage nicht von der sozialen Frage abgeschnitten werden darf. So soll Niedersachsen Modellprojekte für den fahrscheinlosen ÖPNV in Angriff nehmen.

Eine andere Welt ist auch jetzt schon im Hier und Jetzt in der Praxis möglich, das ist seine Meinung und für ihn ist das Zauberwort die solidarische Ökonomie. Selbstverwaltung, Ökonomie und Ökologie greifen ineinander. Als ein Beispiel nennt unser Kandiadt Jühnde, ein Dorf im südöstlichen Niedersachsen mit 800 Einwohnern: Dort gibt es eine Energiegenossenschaft, die mittels Nahwärmenetz die angeschlossenen Haushalte mit Heizenergie versorgt. Die Kundinnen und Kunden sind Mitglieder der Genossenschaft und bestimmen selbst über alle wichtigen wirtschaftlichen Belange. Die Energiefrage in eigener Regie lösen, besser, sauberer und dazu auch noch billiger – das war die Idee, die in Jühnde erfolgreich verwirklicht worden ist.

„Im Landtag werde ich außerdem für ein Verbot von genmanipulierten Pflanzen und Nahrungsmitteln streiten“, verspricht der Vater zweier Kinder.

Die Partei DIE LINKE ist für Siegfried Seidel aber auch die Partei der Menschenrechte. Das heißt für ihn, dass Niedersachsen eine Geflüchtetenpoltik betreiben muss, die menschenwürdig ist.

"Das fängt bei den Unterbringungen an und schließt das Verbot von Abschiebungen ein, Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland. Es muss für eine bessere Integration gesorgt, Sprachkurse müssen ausreichend vorhanden sein und der Nachzug von Familien muss geregelt werden. Dabei dürfen wir aber keinesfalls die bereits Abgehängten der niedersächsischen Gesellschaft vergessen, so muss das Land beispielsweise mehr für den sozialen Wohnungsbau tun – für alle Menschen!" so Seidel.

Aber zu den Menschenrechten gehört für ihn auch eine Gleichstellungspolitik von Frauen und Männern. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss so z.B. zur Selbstverständlichkeit werden. Beruf und Familie müssen einander bedingen, als Grundlage dazu sollte uns die „Vier in Einem“-Perspektive von Frigga Haug dienen.

Emanzipation muss sich auf alle gesellschaftlichen Bereiche auswirken. Denn es geht nicht nur um die Emanzipation der Frauen, sondern um die Emanzipation Aller, die – in welcher Form auch immer – Unterdrückung ausgesetzt sind. Als Anhänger eines Emanzipatorischen Grundeinkommens, welches für ihn nur ein Bedingungsloses sein kann, ist er der Meinung, dass Niedersachsen nicht Schleswig-Holstein nachstehen sollte, sondern auch mehre Kommunen im Land als Test-Kommunen für ein BGE einrichten sollte.

Zur Person:
Siegfried Seidel, 53 Jahre jung
Vater von zwei erwachsenen Kindern (18 und 25 Jahre) und seit über 20 Jahren Vegetarier

seit 1996 Mitglied der LINKEN und ihrer Vorgängerparteien
2005 - 2007 Mitglied des Linksbündnis Region Hannover (Gründungsmitglied)
2006 - 2016 Mitglied im Stadtbezirk Hannover Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
seit 2009 Mitglied im Integrationsbeirat Hannover Ahlem-Badenstedt-Davenstedt
seit 2017 Mitglied im Eilenriedebeirat
seit 1994 Ver.di (ÖTV) Vertrauensmann im Betrieb (verschieden Positionen: ÖTV Kreisvorstand, ver.di Bezirksvorstand, Fachbereichsvorstand, Vertrauensleuteleitung, BR bzw. stellv. BR, ver.di Ortsvereinsvorstand Hannover)

Innerparteiliche Aufgaben:
Ehemaliges Präsidiumsmitglied im Landesausschuss
Delegierter im Kreisausschuss
Sprecher*innenrat bzw. Vorstand DIE LINKE. BO Hannover/Region West (2005-2017)
Stadtteilgruppensprecher Hannover West (seit 2017)
Kreisvorstand Region Hannover (2010 - 2012)
Delegierter zu verschiedenen Landesparteitagen (2006 - 2014)
Europaparteitagsdelegierter (2013)

Mitglied im Bundeskoordinationskreis der Emanzipatorischen Linken
Mitglied im Landeskoordinationskreis der Emanzipatorischen Linken Niedersachsen
Mitglied im Sprecher*innenrat LAG Grundeinkommen Niedersachsen

Weitere Mitgliedschaften:
Rosa Luxemburg Stiftung, Bürgerverein Badenstedt und Umgebung, Deutsche Jugendherberge, Radio Flora (Moderator einer Musiksendung), ver.di, AWO, Sozialistische Linke (SL), Emanzipatorische Linke (Ema.Li), Handballfreunde Badenstedt, Unterstützerkreis Schienenlärm Hannover-West, Mehr Demokratie, Arbeits- und Sozialberatungs-Gesellschaft e.V. (ASG), LAG AntiFa, Netzwerk Grundeinkommen, BAG/LAG Grundeinkommen, BAG/LAG Kommunalpolitik, Ökologische Plattform (ÖPF), BAG/LAG Betrieb und Gewerkschaft, TAZ (Die Tageszeitung) Genossenschaft, attac

Reden und Interviews:
Rede von Siegfried Seidel auf der Landesvertreter*innenversammlung in Braunschweig am 21.05.2017
Aktuelles Interview mit Siegfried Seidel zur Landtagswahl

Siggi im Fernsehen:
Wie geht das? Mit der Bahn durch den Berufsverkehr ("Wie geht das" vom 16.08.2017, NDR)
Stadtmenschen lernen "Ernte" ("Hallo Niedersachsen" vom 22.07.2017, NDR)

 
10. Juli 2017

Die Familie Fürst

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Die Gedenkstätte Ahlem hatte am 28.Juni in den Räumen der jüdischen Gemeinde zu einer Buchpräsentation eingeladen. Den anwesenden Gästen wurde ein Einblick in die Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie, die er Familie Fürst, gewährt. In der Biografie steht die Familie des hannoverschen und jüdischen Kaufmanns Max Fürst, seiner Frau Else und deren Sohn Helmut im Mittelpunkt. 1941 wird die Familie in das Ghetto Riga deportiert. Nur Sohn Helmut überlebt das Ghetto und kehrt nach dem Krieg nach Hannover zurück.

Mit der Familiengeschichte verbindet sich das kaum Fassbare. Helmut Fürst kehrt in das Land des unvorstellbaren Verbrechens zurück und baut sich in Hannover eine Existenz auf und gründet eine Familie. Er engagiert sich und ist dann maßgeblich an dem Wiederaufbau der Jüdischen Gemeinde in Hannover beteiligt. Er hoffte, "dass in Deutschland eine demokratische Grundordnung Fuß fassen wird, die den wenigen Überlebenden Juden eine feste Basis für ihr weiteres Leben bieten wird." Seine Hoffnung, jüdischer Glauben und jüdisches Leben gehören wieder zu Deutschland, hat sich erfüllt. Auch seine Söhne Werner und Michael sind fester Bestandteil jüdischen Lebens in Hannover. Michael Fürst ist seit 2007 Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Hannover und seit 1980 Präsident des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Niedersachsen.

Rassismus und rechte Strömungen gefährden wieder die demokratische Grundordnung. Die Familienbiografie erinnert und ermahnt uns, für alle, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkrit, ein Leben in Frieden und Freiheit in unserem Land zu ermöglichen. Derzeit findet Rassismus im Zusammenhang mit der sozialen Schieflage in unserer Gesellschaft wieder Raum. Eine ungerechte Einkommens- und Vermögensverteilung, verbunden mit der Angst der Menschen, noch weiter abzurutschen, kann Wut und Hass gegenüber Migranten und Flüchtlingen schüren. Man sucht einen Schuldigen für die schlechten Lebensbedingungen.

PS. Stört Sie Schienenlärm? Unter www.laermaktionsplanung-schiene.de haben Sie die Möglichkeit, einen Fragbogen zu diesem Thema auszufüllen.

Julia Grammel

 
10. April 2017

Kein Vergeben, Kein Vergessen! Kranzniederlegung anlässlich des 72. Befreiungstages des KZ-Ahlem

 

US-amerikanische Truppen befreiten am 10. April 1945 das Konzentrationslager (KZ) in Hannover-Ahlem.

Der "Arbeitskreis Bürger gestalten ein Mahnmal" hat zum 72. Jahrestag der Befreiung zusammen mit den evangelischen und katholischen Gemeinden aus Ahlem, Badenstedt, Davenstedt und Velber und der Heisterbergschule Ahlem den Opfer des Holocaust gedacht. Seit zehn Jahren legt auch DIE LINKE einen Kranz zum Gedenken nieder. In diesem Jahr waren neben der örtlichen Bezirksratsfrau Julia Grammel und einigen Parteimitgliedern auch der linke Ratsherr Andre Zingler und die Vorsitzende der LINKEN in der Regionsversammlung Jessica Kaußen anwesend. Die Veranstaltung endete mit der Niederlegung von Kränzen.

Die Gedenkfeierlichkeit ist wichtig. Die Opfer mahnen und erinnern uns, weiter für Frieden und gegen Faschismus zu kämpfen, gerade auch im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen in Europa und in Deutschland. Rassistische und nationalistische Strömungen finden wieder Gehör. Wir müssen zu einer Politik kommen, die sozialer, friedlicher, toleranter und gerechter für den Menschen wird. Auch fördern neoliberale Wirtschaftssysteme das Erstarken rechter Strömungen.

Julia Grammel und Siegfried Seidel (für DIE LINKE. BO-West)

 

 

 

v.l.n.r. Jessica Kaußen (Regionsversammlung), Andre Zingler (Stadtrat),

Julia Grammel (Bezirksrat), Siegfried Seidel (Sprecher*innenrat BO West)


 
11. März 2017

Zukunftsmodell „Sparkasse“

 

Am 6.3.17 trafen sich der Seniorenbeirat (SBR), der hannoversche Oberbürgermeister und eine Vertreterin und ein Vertreter der Sparkasse Hannover Region, die beide dem Vorstand angehören, im Freizeitheim Vahrenwald, um über die geplanten Filialschließungen der Sparkasse in Hannover und der Region zu sprechen.

Frau Stadtmüller, Vorsitzende des Seniorenbeirates, hielt eine sachliche Einführungsrede, in der sie am Beispiel der Sparkassenfiliale in Davenstedt, die mit der Aufgabe verbunden Nachteile für ältere Menschen erläuterte. Allein durch die sozioökonomischen Bedingungen muss dort wenigstens ein SB-Bereich, also Bankomat und Kontoauszugsdrucker, aufrechterhalten bleiben. Auch sind Seniorinnen und Senioren nicht alle technikaffin und bevorzugen eher den persönlichen Kontakt zu einer Sparkassenmitarbeiterin oder -mitarbeiter. In ein paar Jahren wird es diese Übergangsproblematik nicht mehr geben. Zur Zeit kommt für Menschen über 80 Jahre die Neuanschaffung eines internettauglichen PC nicht mehr in Frage, vielen fehlt auch das notwendige Geld dafür.

In seiner Argumentation zum Ende einiger Filialen ging der Oberbürgermeister bis in die 70er Jahre, in denen es schon solche Maßnahmen gegeben hätte, zurück. Zweigstellenschließungen seien nichts Neues. Die Überlegungen zur Filialschließungen haben eine zweijährige Vorbereitungsphase beansprucht und sind gut durchdacht.

Frau Berghoff-Ising und Herr Bratherig, beide im Vorstand der Sparkasse, zeigten sich kompromisslos.Die Rationalisierungsmaßnahmen sind notwendig und werden vorgenommen, ansonsten kann die Sparkasse ihren Auftrag nicht mehr erfüllen und verschwinde vom Markt. Die Kreditvergabe erfordere Eigenkapital, das nur durch erwirtschaftete Gewinne gebildet werden könne.

Fazit: Die Sparkasse hält an ihren Filialschließungen fest. Auch wenn Marktbeobachtungen zeigen, dass die Generation 60plus kein Onlinebanking nutzt. Weiterer Negativaspekt, die Schwächung der Wirtschaftsstruktur im Bereich der Zweigstellen, die „dichtmachen“. In Davenstedt wird in den nächsten Jahren ein Konzept zur sozialen Quartiersentwicklung, das auch die Bedürfnisse der älteren Generation berücksichtigt, greifen, um eine Quartiersentleerung zu vermeiden. Mit der Aufgabe der Filiale am Davenstedter Marktplatz würde dieses Projekt auf der Kippe stehen.

 

In der kommenden Sitzung des Bezirksrates am 23. März wird ein Vertreter der Sparkasse im Rahmen der Bürgersprechstunde zur Zweigstelle am Davenstedter Marktplatz Stellung nehmen.

 

Julia Grammel (für DIE LINKE.BO-West)

 

 

 

 

 

Powered by Joomla!. Template modifiziert 2011 von B. Mex. Gültiges XHTML und CSS. Optimiert für Mozilla Firefox.