Am Pfingstsamstag machten sich Friedensbewegte Menschen vom Kleinkind bis zum Rentner auf dem Weg von Völksen nach Springe. Axel Seng, der diese Wanderung seit 20 Jahren organisiert, ging in seiner Begrüßungsrede auf die Militarisierung der Außenpolitik ein, er stellte den Zusammenhang zwischen Rüstungsexporten aus Deutschland, Bürgerkriegen und Terrorismus und der daraus vermeintlichen
Notwendigkeit den Frieden in diesen Ländern mit militärischen Auslandseinsätzen der Bundeswehr wieder herzustellen her. Wir brauchen eine neue Friedens- und Entspannungspolitik. Sagen wir Nein zu Stellvertreterkriegen und nein zu völkerrechtswidrigen Bombardierungen in Syrien, dem Jemen und überall.

Auf dem Marktplatz in Springe hielten Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro Hannover und Jutta Krellmann (MdB) von der Linkspartei kurze Reden. Agnes Hasenjäger ging auf die völkerrechtswidrige Eroberung der syrischen Region Afrin durch die Türkei ein. Jutta Krellmann berichtete aus dem Bundestag. Sie bemängelt, wie viel Zeit die Aussprachen zum Thema Rüstung, Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Erhöhung des Wehretats in Anspruch nahmen und wie wenig die wichtigen Themen wie Soziales, Bildung und Umwelt. Wenn wir Frieden wollen- dann müssen wir auch in Frieden investieren. Die Regierung will zusätzlich in neue Waffen investieren, aber von den Wänden in den Schulen bröckelt der Putz.

Vor knapp einen Jahr wurde der frühere Woolworth-Komplex in Springe von Othmer und seinen Geschäftspartner Dennis Melching gekauft, dieser soll nun einen großen Parkplatz von 80 – 100 Stellflächen wichen. Östlich davon soll, so die Pläne der Käufer ein Lebensmittelmarkt und ein neuer Rossmann entstehen. Allerdings müssen dazu mehrere Häuser abgerissen werden, die aus den Jahren 1945-1965 stammen.Der Investor Melching ägert sich über die erneute Diskussion die am Dienstag im Planungsausschuss und im Ortsrat geführt wurden. Die Frage, ob der Parkplatz nicht auch auf der Rückseite des Marktes entstehen könne, „hat uns Monate nach hinten geworfen“, so Melching. „Die Besitzer der Gebäude halten wir jetzt schon seit eineinhalb Jahren hin“

Ulrich Kalinowski (CDU) und Bastian Reinhardt (SPD) stellen sich auf die Seite der Investoren. „Das ist unsere letzte Chance, etwas in der Innenstadt zu machen.“ sagt der CDU Politiker und der SPD-Fraktionschef Rheinhardt ergänzte, die beiden Investoren hätten „unglaublich viel Arbeit investiert und Geduld bewiesen“. Jeder Projekt-Kritiker müsse sich darüber im Klaren werden: Die Investoren stehen nicht Schlange. Das Gegenteil sei der Fall, erklären die Befürworter des Projektes. Einer der Projekt-Kritiker ist der Linken-Ratsherr Udo Selent. Dass ein Konzern wie Rewe der Stadt keinen Handlungsspielraum lasse und vorschreibe, wo Parkplätze zu stehen hätten, sei „arrogant“,erkärteSelent gegenüber der Deister-Leine Zeitung. Melching konterte: „Überdenken Sie, wer hier der Bittsteller ist. Das ist nicht der Konzern Rewe…“ Der parteilose Ratsherr Lampe hielt in der Sitzung ein Plädoyer für einen längeren Diskussionsprozess, er hoffe auf den großen Wurf und sagte das die Altstadt ein sensibler Bereich sei. „Wir müssen da auch über Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität reden.“ so Uwe Lampe. Er gab zu bedenken, das es zu Staus kommen könnte wie an der

Springe Stadtrat übt Kritik an der Verwaltung

Fraktionsmitglieder kritisieren die Finanzpolitik, die Arbeit der Verwaltung und fordern Sparmaßnahmen bezüglich der geplanten Investitionen. Springfeld wies die Vorwürfe als „unfair“ zurück.

Bei der Haushaltsdebatte bot das Defizit in Höhe von 4,5 Milliarden Euro Anlass zu Kritik – die Schulden waren im vergangenen Jahr weiter gestiegen.

Bürgermeister Christian Springfeld hat sich am Donnerstagabend im Stadtrat scharfe Kritik gefallen lassen müssen. CDU-Chef Wilfred Nikolay warf ihm vor, eine geduckte Haltung einzunehmen, sobald unangenehme Wahrheiten verkündet werden. Er wetterte: „Wir können nicht dauerhaft die Unzulänglichkeiten dieser Verwaltung ausblenden.“

Der ganz große Eklat blieb am Ende allerdings aus: 23 der 35 Ratsmitglieder votierten für den städtischen Haushaltsplan. Vor allem CDU und SPD präsentierten sich nicht geschlossen. Während sich die Fraktionschefs der beiden großen Parteien bei der Abstimmung enthielten, sprachen sich sieben Sozialdemokraten und sieben Christdemokraten für den Etat aus, jeweils ein Parteimitglied war dagegen. Breite Zustimmung gab es von den Grünen, der Gruppe FDP/Freie Wähler sowie der AfD.Wilf

Unser Genosse Udo Selent hielt am 25.1.2018 seine zweite Haushaltsrede. Er bekam dafür von fast allen Seiten Beifall auch wenn er sich nicht genau an die vorgegebene Redezeit hielt. Hier nun der Text der Rede:

Herr Bürgermeister, Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren des Rates, verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer, seit mehr als einem Jahr bin ich als Vertreter der LINKEN Mitglied in diesem Rat und ich stelle fest: Ich fühle mich hier gut aufgehoben. Ich möchte mich bei den Ratsmitgliedern, aber auch der Verwaltung bedanken, die mir Tipps und Hilfen für Beiträge im Rat gegeben haben. Ja, ich fühle mich als LINKER hier wohl.

Wir sind hier nicht zusammen gekommen um uns gegenseitig zu beweihräuchern. sondern um unsere Gedanken zu diesem Haushalt einzubringen:

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