Gehrden
03. Februar 2018

Aus der Presse

Grüne und Linke wollen Glyphosat aus Gehrden vertreiben

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agriculturePer Sprühdüsen wird das Pflanzengift gezielt aufs Feld gebracht. Foto: Pixabay

Glyphosat soll auf Gehrdens Feldern nicht mehr eingesetzt werden – und zwar sofort. Zumindest wenn es nach den Grünen und den Linken aus Gehrden geht. Sie wollen den Rat der Stadt überzeugen, einen entsprechenden Appell an die Landwirte vor Ort zu richten. Die Vertreter beider Parteien befürchten, dass das Sterben von Bienen, Grillen, Vögeln und anderen Tieren mit dem Giftstoff Glyphosat, der zur Pflanzenbehandlung eingesetzt wird, zusammenhängt.

In Gehrden wird das umstrittene Mittel auf privaten Feldern offenbar trotz der Bedenken verschiedener Forschergruppen immer noch eingesetzt: Ein Landwirt aus Everloh hatte Glyphosat Anfang des Jahres in einem Artikel der Calenberger Zeitung verteidigt. „Ich möchte es gerne als Werkzeug behalten“, wird er zitiert. Schaden würde er seiner Ernte und seinen Kunden damit in seinen Augen nicht, insbesondere weil er das Mittel nicht direkt vor der Ernte sondern lediglich vor der Aussaat verwende.

In dem Appell der Grünen und Linken heißt es trotzdem Glyphosat gelange „in den Boden“ und könne bereits „im Urin von Mensch und Tier, in der Milch, im Speiseeis und im Bier“ nachgewiesen werden. „Umsichtige und verantwortungsvolle Landwirte“ würden nach Ansicht der beiden Parteien daher auf den Einsatz verzichten, auch wenn der potentielle Schaden, der von Glyphosat ausgeht, bislang nicht widerspruchsfrei nachgewiesen worden ist. Der Antrag für einen entsprechenden Appell soll sowohl im nächsten Umwelt- als auch im nächsten Verwaltungsausschuss gestellt werden.

(tow)

Hintergrund:

Glyphosat wird von dem Chemie-Riesen Monsanto hergestellt. Es wird zur Beikrautbekämpfung eingesetzt und erhöht offenbar den Ernteertrag. Von der Internationalen Agentur für Krebsforschung wird es als „wahrscheinlich krebserzeugend“ eingeschätzt. Ende 2017 wurde seine Verwendung in der EU für weitere fünf Jahre erlaubt; auch Deutschlands Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hatte in der entscheidenden Abstimmung mit Ja gestimmt.

 

Quelle: BurgBergBlick 31.01.2018

 
29. Dezember 2017

Aus der Presse

 

Neue Beratungsvorlage überzeugt: Stundenerhöhung für Gleichstellungsbeauftragte

 

Nach zahlreichen Vertagungen und Absetzungen des Beratungspunktes von der Tagesordnung für die Sitzungen der Fachausschüsse hat jetzt der Rat der Stadt Gehrden eine Entscheidung getroffen: Die wöchentliche Stundenzahl für Gleichstellungsaufgaben wird zum 1. August 2018 auf 20 Stunden erhöht.


Die Gruppe Grüne/Linke im Rat der Stadt Gehrden hatte seit 2014 wiederholt den Antrag auf die Erhöhung der Stundenzahl für die Gleichstellungsbeauftragte gestellt, aber die Entscheidung über den Antrag wurde immer wieder vertagt. „Wir sind außerordentlich erfreut, dass unser Antrag nach zahlreichen Vertagungen jetzt eine Mehrheit im Rat gefunden hat. Vielen Dank dafür“, sagte Eva Kiene-Stengel von der Gruppe Grüne/Linke bei der Beschlussfassung im Rat.

Seit dem 1. Oktober 2010 ist Christiane Olbrich als Gleichstellungsbeauftragte mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von zehn Stunden bei der Stadt Gehrden beschäftigt. Erster Stadtrat André Erpenbach hat das tatsächliche Arbeitsaufkommen und die erforderliche Stundenzahl überprüft. Er kam zu dem Ergebnis, dass aufgrund der zu leistenden Aufgaben von der Verwaltung eine Erhöhung der Gleichstellungsstunden für dringend erforderlich erachtet wird. Allein im Bereich der personellen Beteiligungen besteht eine Mitwirkungspflicht bei allen Angelegenheiten. Dazu gehören die Bearbeitung von regelmäßig eingehenden Bewerbungsunterlagen, Einstellungsgespräche, Beteiligung bei Höhergruppierungen, Zahlungen von Zulagen, Umsetzungen von Personal, Kündigungen, Zusammenarbeit mit dem Personalrat und zahlreiche weitere Personalangelegenheiten. Hinzukommen Beratungstätigkeiten, Aufstellung und Überwachung des Gleichstellungsplanes, Fortbildungen und Veranstaltungen der Gleichstellungsbeauftragten.

Fraktionssprecher Hilmar Rump (FDP) ließ sich von der Vorlage der Verwaltung überzeugen. „Die Aufgaben sind umfassender und zeitaufwändiger geworden“, so Rump. Thomas Spieker (CDU) räumte ein, dass man sich jetzt mit der umfänglichen Aufgabenbeschreibung ein gutes Bild vom Arbeitsfeld für Gleichstellungsaufgaben machen könnte und eine Stundenerhöhung nachvollziehbar ist. „Mit diesen Fakten ist eine gute Grundlage für eine Zustimmung gegeben“, ergänzte SPD-Fraktionssprecher Henning Harter. Eine andere Auffassung hatte die AfD-Fraktion. „Für die Verdopplung der Stundenzahl gibt es keinen Grund“, unterstrich Heinrich Springhorn.

Die Erhöhung auf 20 Wochenstunden für die Gleichstellungsbeauftragte Christiane Olbrich soll zum 1. August 2018 umgesetzt werden. Der jetzige Arbeitsplatz der Gleichstellungsbeauftragten in der Verwaltung kann zu diesem Zeitpunkt mit eigenem Personal nachbesetzt werden

 

 

 

 
01. Dezember 2017

Aus der Presse

Gehrden braucht gute Linienbusverbindung zum Bahnhof Weetzen

Gehrden.

„Der Wegfall einer jeden Linienbusverbindung schadet immer der Infrastruktur“, stellt Bürgermeister Cord Mittendorf zur Streichung der Buslinie 350 von Gehrden über Weetzen nach Wülfel fest. Gleichzeitig müssen aber auch die wirtschaftlichen Überlegungen bei einer geringen Frequentierung einer Buslinie durch die Fahrgäste respektiert werden, so Mittendorf. Der Ausschuss für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr befasste sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Fortschreibung des Regionalbusverkehrs.

Rolf Meyer (SPD) betonte, dass beste Möglichkeiten zur Anbindung von Gehrden an den Bahnhof Weetzen für die Pendler im täglichen Berufsverkehr geschaffen werden müssen. Gleichzeitig dürfen die Wünsche der Jugendliche nicht vernachlässigt werden, die am Wochenende in ihrer Freizeit nach Hannover fahren möchten. Eine neue Linie zwischen Gehrden und dem Bahnhof Weetzen muss attraktiv geplant und gestaltet werden. Diese Aussage wird von Thomas Spieker (CDU) deutlich unterstützt.

Patrick Ziemke (Gruppe Grüne/Linke) vermisste eine Beteiligung der Ortsräte bei der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes. Gerade die Einwohner in den Ortschaften seien auf den öffentlichen Personennahverkehr angewiesen. Dazu reicht aber jetzt nicht mehr die Zeit. Bereits zum 9. Januar 2018 soll die Stellungnahme der Stadt Gehrden bei der Region Hannover vorliegen. Durch den engen Terminkalender zum Jahresende können die Ortsräte nicht mehr zu weiteren Sitzungen im Dezember eingeladen werden. Deshalb sollen die Ortsbürgermeister beteiligt werden. Sie könnten kurzfristig eine Umfrage unter ihren Ortsratsmitgliedern starten und eine Stellungnahme für ihre Ortschaften abgeben, die dann noch fristgerecht in an die Region weitergegeben werden könnte.

Im Ausschuss für Verkehr, Brandschutz und Gefahrenabwehr einigte man sich darauf, dass mit Beschluss des Verwaltungsausschusses in seiner nichtöffentlichen Sitzung am 13. Dezember eine Gesamtstellungnahme für die Stadt Gehrden zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes abgefasst werden soll.

Quelle: Calenberger Online-News 30.11.17

 

 
08. November 2017

Aus der Presse

Grüne wollen neue Tarife für das Delfi-Bad

Die Gruppe Grüne/Linke hat beantragt, die Preise im Delfi-Bad für einkommensschwache Besucher zu senken.

 

Gehrden.   Der Gruppe Grüne/Linke ist der Eintritt ins Delfi-Bad zu hoch, zumindest für bestimmte Gruppen. Sie hat deshalb gefordert, die Tarife zu ändern und günstigere Eintrittspreise für einkommenschwache Bürger anzubieten.

Aus Sicht der Gruppe müsse eine Kommune gewährleisten, dass städtische Sportangebote, zu denen auch das Delfi-Bad gehöre, allen Bevölkerungsgruppen zugänglich seien. „Schwimmen und Baden müssen auch einkommensschwächeren Bürgern wie Schülern, Studenten, Asylbewerber, Behinderten oder Empfänger von Arbeitslosengeld möglich sein“, sagt Patrick Ziemke. Das sei zurzeit nicht gewährleistet.

 

Im Gegensatz zur Stadt Hannover, in dem eine breite Sozialstaffelung in der Tarifordnung der Bäder verankert sei, stelle sich die Situation in Gehrden bisher leider als weniger sozial dar. „Dieser Zustand muss durch eine Änderung des Preissystems geändert werden“, fordert Ziemke im Namen der Grünen und Linkspartei.

Ziemke ist außerdem überzeugt: „Durch die Einführung von Familientarifen würde das Bad zudem deutlich an Attraktivität gewinnen und das Gehrdener Profil einer familienfreundlichen Stadt schärfen.“ Entsprechende Vorschläge soll die Verwaltung erarbeiten.

Gegenwärtig kostet die Einzelkarte für Erwachsene 3,90 Euro, Kinder und Jugendliche zahlen 2,60 Euro für den Besuch des Delfi-Bades. Eine Sozialstaffelung gibt es bislang nicht.

Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung

 
05. November 2017

Aus der Presse


In die Diskussion um die künftige Gestaltung des Marktplatzes hat sich nach der CDU nun auch der Vorsitzende der Gruppe Grüne/Linke, Heinz Strassmann, eingeschaltet. Er sieht sich durch die jüngste Entwicklung in seiner Haltung bestätigt und sprach sich erneut gegen einen größeren Neubau aus.

 

Gehrden

. In der Folge des von der Stadt veranstalteten Workshops zur Innenstadtentwicklung habe das Thema zunehmend an Brisanz in der Öffentlichkeit gewonnen, sagt Strassmann. Der Workshop habe ergeben, dass sich eine große Anzahl der Teilnehmer für eine Neugestaltung des Marktplatzes ohne einen überdimensionierten Gebäudekomplex an Stelle des sogenannten Bratsch-Hauses ausgesprochen habe. "Das ist eine Position, die die Grünen schon seit Beginn der Diskussionen zur Innenstadtsanierung vertritt", sagt Strassmann. Seine Fraktion habe sich für eine Sanierung des Gebäudes stark gemacht. Diese Option sei allerdings an der Eigentümerin gescheitert.

"Inzwischen ist die Bauruine ein Schandfleck auf unserem Marktplatz, und wir wollen so schnell wie möglich eine Neugestaltung unseres Stadtmittelpunktes erreichen", erklärte Strassmann. Und zwar unter Beteiligung der Bürger, damit der Marktplatz von der Bevölkerung angenommen und zu einem belebten Ort der Begegnung werden könne. "Das ist auch im Interesse der umliegenden Geschäfte", meint Strassmann.

Für die Gruppe Grüne/Linke sei es selbstverständlich, dass sie keinem Bebauungsplan zustimmen werde, der es der Investorin ermögliche, ein deutlich größeres Gebäude auf einer deutlich größeren Grundfläche als bisher zu errichten. "Wir werden einem Verkauf von städtischem Grund an die Investorin nicht zustimmen", bekräftigte Strassmann. Wenn an der Stelle überhaupt wieder ein Gebäude errichtet werden sollte, dürfe es keinen Zentimeter höher, breiter und länger als das jetzige Gebäude sein.

Derweil hat die Bürgerinitiative "Wir für Gehrden" für Montag, 6. November, zu einer Demonstration mit Lichterkette vor dem Rathaus aufgerufen. Beginn ist um 17 Uhr. Die Gruppe will den geplanten Bau eines Wohn- und Geschäftshauses vor der Margarethenkirche verhindern und hat zu diesem Zweck nach eigenen Angaben bereits mehr als 2000 Unterschriften gesammelt.

Quelle: HAZ,

Von Dirk Wirausky
Artikel veröffentlicht: Freitag, 27.10.2017
 

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