Springe
25. September 2017

Ergebnisse der Wahl zum Bundestag 2017

 

Springe insgesamt

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

5817

32

SPD

5235

28,9

Grüne

1632

9

DIE LINKE

1209

6,7

FDP

1917

10,6

AFD

1746

9,6

 

 

 

Alferde

 

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

95

39,6

SPD

63

26,3

Grüne

13

5,4

DIE LINKE

12

5

FDP

24

10

AFD

26

10,8

 

Altenhagen

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

202

33,1

SPD

165

27

Grüne

63

10,3

DIE LINKE

55

9

FDP

53

8,7

AFD

56

9,2

 

Alversrode

 

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

111

39,5

SPD

89

31,7

Grüne

14

5

DIE LINKE

8

2,8

FDP

33

11,7

AFD

10

6,4

 

Bennigsen

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

589

30,1

SPD

571

29,1

Grüne

168

8,6

DIE LINKE

151

7,7

FDP

203

10,4

AFD

196

10

 

Boitzum

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

27

25,7

SPD

31

29,5

Grüne

13

12,4

DIE LINKE

15

14,3

FDP

6

5,7

AFD

10

9,5

 

Eldagsen

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

553

36,5

SPD

438

28,9

Grüne

106

7

DIE LINKE

82

5,4

FDP

148

9,8

AFD

146

9,6

 

Gestorf

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

291

31

SPD

320

34,1

Grüne

89

9,5

DIE LINKE

53

5,6

FDP

83

8,8

AFD

72

7,7

 

Holtensen

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

68

32,7

SPD

65

31,3

Grüne

19

9,1

DIE LINKE

10

4,8

FDP

14

6,7

AFD

25

12

 

Lüdersen

 

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

150

31,1

SPD

150

31,1

Grüne

43

8,9

DIE LINKE

40

8,3

FDP

40

8,3

AFD

45

9,3

 

Mittelrode

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

61

34,5

SPD

59

33,3

Grüne

12

6,8

DIE LINKE

10

5,6

FDP

19

10,7

AFD

12

6,8

 

Springe

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

1440

28,2

SPD

1516

29,7

Grüne

465

9,1

DIE LINKE

372

7,3

FDP

553

10,8

AFD

586

11,5

 

Völksen

 

 

Stimmen

Prozent

CDU

438

26,1

SPD

473

28,2

Grüne

198

11

DIE LINKE

126

7,5

FDP

229

13,7

AFD

170

10,1

 

 
19. September 2017

Direktkandidat für die Landtagswahl - Wahlkreis 35

Schneller als erwartet muss der Niedersächsische Landtag neu gewählt werden.

Axel Seng kandidiert erneut im Wahlkreis 35 Hemmingen, Ronnenberg, Springe, Wennigsen für den Landtag.

Mir ist es wichtig, dass arme Städte nicht gegen reiche Städte ausgespielt werden. Denn durch die „Schuldenbremse“ und den Fiskalpakt werden die Selbstverwaltungsrechte der Kommunen noch stärker als bisher eingeschränkt. Ich will deshalb im Landtag gegen die „Schuldenbremse“ kämpfen, vor der alternative Wirtschaftswissenschaftler und der Deutsche Gewerkschaftsbund eindringlich warnen. Denn das Wort ‚Schuldenkrise’ ist begrifflicher Unfug und verschleiert, dass den Staatsschulden immer private Vermögen gegenüberstehen. Wir haben deshalb keine ‚Schuldenkrise’, sondern eine Verteilungskrise. Die Reichen werden immer reicher, die weitaus meisten Menschen und der Staat immer ärmer. Damit muss Schluss sein! Wenn im Zuge des Fiskalpakts etwa Kürzungen im sozialen Bereich, bei Kindern und Jugendlichen und in der Bildung drohen werde ich mit aller Kraft dagegen angehen.

Ich will mich deshalb im Landtag für Bundesratsinitiativen für eine wiederbelebte Vermögenssteuer und die Einführung einer Börsenumsatzsteuer stark machen. Die so gewonnen Geldern sollen nach seinen Vorstellungen in den Schuldenabbau und in soziale Projekte fließen.

Ein anderer Schwerpunkt meiner politischen Arbeit ist die Landwirtschaft. Im Landtag werde ich für ein Verbot von genmanipulierten Pflanzen und Nahrungsmitteln streiten. Die ökologische Landwirtschaft muss gefördert und Massentierhaltung verboten werden. Eine gesunde Ernährung kann nur mit gesunden Nahrungsmitteln erreicht werden. Förderung der regionalen Vermarktung, denn Nahrungsmittel quer durch die Republik oder um den halben Erdball zu schicken ist eine Verschwendung von Ressourcen die wir uns nicht leisten können.

In der Energiepolitik möchte ich mich künftig im Landtag dafür einsetzen, dass regenerative Energie dezentral gewonnen wird um Stromautobahnen wie den Südlink überflüssig zu machen. Ich will etwa die Gründung von Energiegenossenschaften fördern, damit die Bürger ihre Energiewende selbst in die Hand nehmen können, und weiteren Castortransporten nach Gorleben entschlossen entgegentreten. Der Öffentliche Nahverkehr muss auch in der Fläche ausgebaut werden und die Deutsche Bahn darf keine weiteren Schienenstrecken stilllegen.

Persönliches:

geb. 1962 in Hamburg, Abitur, Landwirtschaftliche Lehre, Studium der Agrarwissenschaften, seit 1991 Paketzusteller bei der Post, wohnhaft in Völksen, verheiratet, 4 Enkelkindern

Politisch:

Mitglied des Betriebsrates und der Schwerbehindertenvertretung, aktiv bei Ver.di, Sprecher der Basisorganisation der Linken des Regionsverbandes Südwest.

 
04. September 2017

Reichtum. Macht. Armut.

Wie viel Ungleichheit verträgt die Gesellschaft?

Die neuen Regierungen im Bund und im Land Niedersachsen stehen vor der alten Herausforderung:
Mehr soziale Gerechtigkeit. Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Trotzdem sind jede und jeder Sechste von Armut und Ausgrenzung betroffen. Auf der einen Seite nimmt die Zahl der Millionäre hierzulande stetig zu, auf der anderen Seite werden die Schlangen bei den Tafeln immer länger, weil das Geld selbst für das Essen nicht mehr reicht.
Sozialer Aufstieg durch Bildung für Arme? Fehlanzeige. Der Hartz-IV-Regelsatz reicht zum Überleben, ermöglicht aber keine soziale und kulturelle Teilhabe. Immer mehr Menschen sind von gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. Wie viel Ungleichheit verträgt unsere Gesellschaft?

Veranstaltungsort

Verdi-Höfe
Goseriede 10
30159 Hannover

Zeit

17.10.2017, 10:00 - 16:00 Uhr

Eine gemeinsame Veranstaltung von AWO, Caritas, DGB, Diakonie, Landesarmutskonferenz Niedersachsen, Rosa-Luxemburg-Stiftung Niedersachsen, Paritätischer, KdA., SoVD, Ver.di u.a.

 
02. September 2017

Kranzniederlegung zum Antikriegstag in Bennigsen und Völksen

Militärische Logik führt in den Krieg.

Den Tätern kein ehrendes Gedenken!

Weder in Springe, noch anderswo.

 

Seit Beginn der 1950er Jahre wurde in der DDR der 1. September als „Tag des Friedens“ bzw. als „Weltfriedenstag“ bezeichnet, an dem die Öffentlichkeit in Versammlungen und Kundgebungen zum Eintreten für den Weltfrieden aufgerufen wurde. In der Bundesrepublik Deutschland wird dieser Tag alljährlich als „Antikriegstag“ begangen. Er erinnert an den Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff der Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939.

In der Bundesrepublik wurde der Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit des Beginns des Zweiten Weltkriegs zum ersten Mal 1957 als Antikriegstag begangen. Zunächst noch ohne Gewerkschaften: Aufgerufen hatte damals die "Antimilitaristische Aktion", ein Bündnis aus Sozialistischer Jugend - Die Falken, Solidaritätsjugend, Naturfreundejugend und Verband der Wehrdienstverweigerer.

1966 beschloss der Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), den 1. September als Tag des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg zu begehen. Seit ihrem Bundeskongress 1983 unterstützte die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) "die Bestrebungen des DGB, den 1. September als Anti-Kriegstag populär zu machen", und trat entsprechend ihrer "Entschließung zu Frieden und Abrüstung" für solidarische Proteste der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften an diesem Tage ein.

Die Linke in Springe beteiligt sich an diesem Tag mit Kranzniederlegungen in Bennigsen, Gräber der russischen Kriegsgefangenen und am Kriegsdenkmal sowie am Kriegerdenkmal in Völksen. Nie wieder Krieg und Achtung vor denen, die sich Kriegen verweigern. So möchte die Linke ein anderes Verständnis für Kriegsdenkmäler etablieren.

Dirk Tegtmeyer hielt eine kurze Ansprache, die sich an einem Aufsatz von Berthold Brecht orientierte. Brecht hatte als 17- jähriger zu einem Text über das Thema des lateinischen Dichter Horaz 'Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben', geschrieben: „Der Ausspruch, dass es süß und ehrenvoll sei, für das Vaterland zu sterben, kann nur als Zweckpropaganda gewertet werden. Der Abschied vom Leben fällt immer schwer, im Bett wie auf dem Schlachtfeld, am meisten gewiss jungen Menschen in der Blüte ihrer Jahre. Nur Hohlköpfe können die Eitelkeit soweit treiben, von einem leichten Sprung durch das dunkle Tor zu reden, und auch dies nur, solange sie sich weitab von der letzten Stunde glauben. Brecht wäre deswegen damals (1915) fast von der Schule geflogen. Nach zwei desaströsen Weltkriegen und Millionen von Toten, an die auch die Denkmäler in Bennigsen und Völksen gedenken, steht fest, dass Brecht recht hatte, und jene Klassiker, wie Horaz, deren Glorifizierung des Todes dabei behilflich war, Millionen von Menschen 'freiwillig' in die Schrecken der Weltkriege zu schicken, ein sehr problematisches Erbe darstellen.

 
09. März 2017

Neues aus dem Stadtrat

Am 9.März 2017 hielt unser Genosse Udo Selent seine erst Haushaltsrede. Während die anderen Redner und Rednerin sich über das hohe Defizit ereiferten und die AfD sogar völlig ahnungslos und realitätsfern ein Nullbudget für alle Ausgaben forderte, ging Selent als Einziger auf die sozialen Ungleichgewichte ein und benannte konkrete Projekte.

 

Herr Bürgermeister, Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren,

Die Spaltung der Gesellschaft nimmt auch in Springe zu. In Springe leben ca. 3000 Männer, Frauen, Kinder und Familien von Hartz IV. Hinzu kommen die vielen fleißigen Menschen, die für den Mindestlohn oder in Teilzeit arbeiten und dadurch oft weniger haben, als wenn sie gleich zuhause bleiben. Denn wer arbeitet hat Kosten: für Kleidung, Fahrwege und braucht mehr Kalorien. In der Literatur wird schon darüber nachgedacht ob die Anzahl der Kalorien ausreichen, die man für die 142,60 € kaufen kann, nur um zu überleben –nicht um zu leben-. Und das in einem der reichsten Länder der Welt. Eine Schande!

Was passiert in Springe? Nichts was diesen Menschen hilft oder für sie von Bedeutung ist.

Wo bleibt der soziale Wohnungsbau? Wo bleiben die Arbeitsförderungsmaßnahmen? Wo bleibt der Sozialfond der Stadtwerke?

Was planen wir stattdessen?

Ein neues Einkaufszentrum, ein neues Rathaus, ein Nahwärmenetz.

Verstehen Sie mich nicht falsch, natürlich stärkt und belebt ein neues Einkaufszentrum die Innenstadt.

Ein neues Rathaus würde die räumliche Situation der Verwaltung entspannen, würde Kosten durch Zentralisierung senken und es wäre endlich auch für Menschen mit Gehbehinderung nutzbar.

Ein Blockheizkraftwerk mit einer Nahwärmeversorgung entlastet die Umwelt, hilft unserem Forstbetrieb und kann mittelfristig die Heizkosten senken.

Diese Maßnahmen helfen langfristig auch den sozial Schwächeren in unserer Stadt. Daher unterstütze ich diese Investitionen in die Zukunft; vor allem vor dem Hintergrund der niedrigen Zinsen. Aber John Maynard Keynes wies darauf hin: langfristig sind wir alle Tod.

Nun zu einem anderem Brocken in unserem Haushaltsplan: Die Feuerwehr! Nach über 20 Jahren Sparkurs zeigen sich nun die Auswirkungen. Alles ist zu klein zu alt, zu marode. Nun rächt sich der strikte Sparkurs, jetzt müssen wir richtig investieren um unsere Feuerwehr zukunftsfähig zu machen. Aber – wenn wir jetzt investieren, muss die Frage erlaubt sein wie, wo und in welchem Umfang. Muss jeder kleine Ort seine Wehr mit voller Ausrüstung und Gebäuden in Millionenhöhe ausgestattet werden? Ich sage Nein. Ich aber sage Sicherheit muss auch wirtschaftlich bleiben.

Wir müssen Feuerwehrstandorte zusammenlegen. Das heißt aber nicht, dass Ortswehren aufgelöst werden.

Wir von der DIE LINKE fordern einen umfassenden Feuerwehrbedarfsplan für die gesamte Stadt. In diesem Plan werden nur Themen untersucht die zum technischen Schutz der Menschen und des Eigentums notwendig sind. Das dörfliche Kulturleben hat darin nichts zu suchen. Dafür sind Anträge im Kulturausschuss zustellen.

Ich lehne den Haushalt ab. Er ist nicht sozial ausgewogen und besteht nur aus dem Fortschreiben alten Denkens.

Ich Danke für die Aufmerksamkeit

 

 

 

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