Sozial beginnt vor Ort
 
13. Juli 2013  Kurz berichtet

Aus der Presse

Politiker sind unzufrieden mit Nahverkehr

Mal sind es drei, mal vier Hochbahnsteige, die in Hannover in einem Jahr neu entstehen. Mit Millionenaufwand arbeiten sich Üstra, Stadt und Region Hannover durchs Stadtgebiet. Es ist etliche Jahre her, dass es zuletzt in Badenstedt einen Neubau gab. Nach der Haltestelle „Körtingsdörfer Weg“ passierte nicht mehr viel. Feste Zeitpläne für den Ausbau der vier anderen Haltestellen der Linie 9 im Stadtteil gibt es nicht.
Ginge es nach Siegfried Seidel, der für die Linke im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt sitzt, dann würde sich das ganz schnell ändern. Er plädierte in der jüngsten Bezirksratssitzung für einen Ausbau der Haltestelle „Eichenfeldstraße“ am Badenstedter Markt. Die übrigen Fraktionen zog Seidel mit seinem Wunsch durchaus auf seine Seite – wenn auch anders als von ihm beabsichtigt.

Der Bezirksrat will den Nahverkehr in seinem Zuständigkeitsbereich jetzt genauer unter die Lupe nehmen. Seit 2008 gilt der bisherige Nahverkehrsplan für die Region Hannover, der die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs regelt. Dort ist die Haltestelle „Eichenfeldstraße“ mit dem Hinweis aufgelistet, dass ein Hochbahnsteig lediglich als Mittelbahnsteig errichtet werden kann. Aber auf der Prioritätenliste der Region Hannover hat die Haltestelle bislang noch keinen festen Platz.
„Die Haltestelle sollte in den nächsten Nahverkehrsplan vorrangig aufgenommen werden“, forderte Seidel. Das neue Ausbaukonzept tritt im nächsten Jahr in Kraft. Die Haltestelle liege in der Nähe von einem Altenwohnheim und von Kindergärten, sagte Seidel. „Familien mit Kinderwagen und Menschen mit Behinderung sind auf Barrierefreiheit angewiesen. Die Idee, den Ausbau der Hochbahnsteige voranzutreiben, sei gut, erwiderte Oliver Kiaman (CDU). „Wir lehnen den Antrag dennoch ab.“

Zuerst sollten sich die Fraktionen zusammensetzen und gemeinsam über die Nahverkehrsstrecken im Stadtbezirk beraten, schlug Kiaman vor. Die SPD sah das genauso und lehnte den Antrag ebenfalls ab. Allerdings griffen die Grünen Seidels Anregung auf. „Vielleicht sollten wir eine Anhörung zum Thema ansetzen?“, sagte Sabine Nolte-Vogt (Grüne) vor und stieß bei der SPD auf Zustimmung. Das Gremium will möglichst bald in öffentlicher Sitzung Fachleute zur Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs im Stadtbezirk befragen – und dann eigene Wünsche formulieren. Diese Anhörung soll dann nicht nur den Ausbau der Hochbahnsteige betreffen, sondern auch das S-Bahn-Netz. Auch dazu hatte Seidel einen Antrag eingebracht. Der Linke-Politiker hatte die Einrichtung von S-Bahn-Haltestellen im Stadtbezirk gefordert. Vorgesehen ist so etwas bislang nicht. „Aber Herrenhausen oder die Innenstadt wären viel schneller erreichbar“, sagte Seidel. Er sieht Potenzial in der Güterumgehungsstrecke. Haltepunkte könnten dort liegen, wo es heute schon wichtige Stadtbahnhaltestellen gebe, sagte Seidel. Das sei etwa an der Hermann-Ehlers-Straße in Badenstedt der Fall (Haltestelle „Am Soltekampe“) oder an der Carlo-Schmid-Allee in Höhe der Heisterbergallee (Haltestelle „Ehrhartstraße“) im Grenzgebiet zwischen Ahlem und Davenstedt. SPD-Fraktionschef Rainer Göbel bezweifelte den Nutzen einer neuen S-Bahn-Strecke. Die Bezirksratsmehrheit lehnte auch diesen Antrag ab – aber wiederum mit der Begründung, sich in einer Anhörung gründlich damit befassen zu wollen.
11.07.2013 /Quelle: Stadt-Anzeiger West (Neue Presse/Hannoversche Allgemeine Zeitung)
 
17. Juni 2013  Kurz berichtet

Aus der Presse

S-Bahn: Anschluss für Weststadt ist bis zum Herbst kein Thema

HANNOVER. Pläne für einen S-Bahn-Anschluss im Westen Hannovers sind vorerst vom Tisch: Siegfried Seidel (Linke) hatte im Bezirksrat Ahlem-Bdenstedt-Davenstedt einen entsprechenden Antrag gestellt. Die größten Fraktionen, SPD und CDU, lehnten den Vorschlag jedoch ab.

Durch einen Anschluss des Bezirks an das S-Bahn-Netz gäbe es kürzere Verbindungen zu den vorhandenen Stationen in Leinhausen/Herrenhausen, Letter und Seelze, meint Seidel. Auch die City wäre schneller zu erreichen.

"Mit den Stationen Linden/Fischerhof, Bornun und Empelde sind in dem Bereich genug S-Bahn-Halte vorhanden", widerspricht Bezirksbürgermeisterin Brigitte Schlienkamp (SPD).

Oliver Kiaman (CDU) findet Seidels Vorstoß im Prinzip richtig. Da immer wieder Änderungen im öffentlichen Nahverkehr angeregt würden, werde im Herbst eine öffentlcihe Anhörung zu Hochbahnsteigen geben. Dann werde auch ein möglicher S-Bahn-Anschluss wieder aufgegriffen. "Das Thema ist nur verschoben. Es lohnt sich, darüber weiter zu diskutieren". so Kiaman.

Seidel selbst sieht die Ablehnung seines Antrages gelassen: Erstens werden die Fraktionschefs weiter über das Thema reden. "und zweitens sollen auch die Bürger dazu befragt werden", plant er.

Quelle: Neue Presse 15.06.2013

 

 
21. April 2013  Kurz berichtet

Aus der Presse

Kein fairer Handel

AHLEM. „So wird das nichts mit dem sozialökologischen Umbau im Stadtbezirk.“ Mit diesen Worten hat Siegfried Seidel, Einzelvertreter der Linken im Bezirksrat

Ahlem-Badenstedt-Davenstedt auf die Ablehnung eines von ihm eingebrachten Antrages durch CDU, SPD und WfH reagiert. Hintergrund:

Nach Angaben Seidels sprachen sich die Fraktionen dagegen aus, bei offiziellen Anlässen des Stadtbezirkes ausschließlich Lebensmittel aus ökologischem und sozial verträglichen Anbau servieren zu lassen.

 

Quelle: Hallo Sonntag Ausgabe West 21.04.13

 
07. April 2013  Kurz berichtet

DIE LINKE. im Stadtbezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt

 

Ahlem wird wieder ein Stück sicherer

In der Februar-Sitzung des Bezirksrates Ahlem-Badenstedt-Davenstedt gingen zwei Anträge des linken Bezirksratsherren Siegfried Seidel einstimmig durch.  Seidel fordert in seinen Antrag, dass an der Fußgänger-Überquerung der Heisterbergallee zwischen den Supermärkten Lidl und REWE eine Bedarfsampel installiert wird, denn die Überquerung der Heisterbergalle an dieser Stelle stellt eine große Gefahr für die Fußgänger dar. Neben den beiden Supermärkten befinden sich hier noch ein Getränkemarkt, die Poststelle, das Fitnessstudio und die Bushaltestellen „Am Asphaltberge“. Die wenigsten Fußgänger entscheiden sich für einen Umweg über die nahe gelegene Verkehrsinsel. „Weiterhin hätte eine Ampel den positiven Effekt, dass Autofahrer bei der Ortseinfahrt zusätzlich aufmerksam gemacht werden und die Fahrt verlangsamen, was ebenfalls der Sicherheit für Fußgänger zu Gute kommt.

Der zweite Antrag beschäftigte sich mit den Altglascontainern vor dem REWE-Supermarkt auf der Heisterbergallee. Die derzeitige Situation macht es Autofahrern, die vom Parkplatz auf die Heisterbergallee fahren wollen, nahezu unmöglich, den von links kommenden Verkehr rechtzeitig wahrzunehmen. Sie müssen vielmehr direkt auf die Straße fahren, um sicher zu erkennen, ob sie einscheren können. Dadurch besteht eine fortwährende Gefährdung nicht nur für den einscherenden, sondern auch für den Durchgangsverkehr. Die LHH wird diesen Antrag teilweise folgen, wie jetzt bekannt wurde.

 

Änderung erfolgreich

Auch mit seiner Ergänzung zu einen Antrag der CDU-Fraktion, die forderte, vor dem Kreditinstitut „Im Großen Büchenfeld“ einen Behindertenparkplatz einzurichten, war Seidel erfolgreich. Er fordert diesen zugleich barrierefrei zumachen. Thomas Alfermann (SPD) meinte: „Jeder Behindertenparkplatz ist behindertengerecht.“ Dies verneinte der linke Bezirksratsherr: „Mit dem Aufstellen eines Schildes ist es nicht getan, ein solcher Parkplatz sollte auch mit den Betroffenen eingerichtet werden.“ So sei es unter anderem wichtig, dass ein solcher Parkplatz auch abgesenkte Bordsteine hat.“

 

Politiker wollen keine Öko-Produkte aus fairem Handel

Weniger erfreulich verlief die Januarsitzung des Bezirksrats Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Eine Mehrheit von CDU, SPD und WfH hatte sichdagegen ausgesprochen, bei offiziellen Anlässen ausschließlich Produkte aus ökologischem und sozial verträglichem Anbau servieren oder ausgeben zu lassen. Beantragt hatte das der linke Bezirksratsherr Siegfried Seidel. In der ersten Bezirksratssitzung in diesem Jahr verwies er zur Begründung auf den Bezirksrat Südstadt-Bult, der das schon macht. Trotzdem stimmten nur Grüne und Piraten für den linken Antrag. Dieser gehöre hier nicht her und hätte weitreichende Folgen, meinte etwa der CDU-Fraktionsvorsitzende Norbert Dudda. „Was ist denn so schlimm daran, wenn auch der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt auf ökologische Nachhaltigkeit und soziale Mindeststandards achtet?“, fragte Siegfried Seidel und unterstrich mit Blick auf die SPD: „So wird das nichts mit dem sozial-ökologischen Umbau im Stadtbezirk.“

 

Bürgerpreis

Am 17. März 2013 wurde zum ersten Mal der vom linken Bezirksratsherrn Seidel angeregte Bürgerpreis vergeben.  Zwei Vereine bekamen die Auszeichnung „Bürger gestalten ein Mahnmal“ bzw. die „Ahlemer Mahlzeit“.  „Ich freue mich, dass sich so viele BürgerInnen im Stadtbezirk für  den Verein „Bürger gestalten ein Mahnmal“ ausgesprochen haben und der Bezirksrat Ihren Vorschlag gefolgt ist. Das macht besonders froh, weil ich diesen Vorschlag als erster machte und auch massivem Gegendruck ausgesetzt war.“

 

 

 

 

 


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