Sozial beginnt vor Ort
26. April 2012  Kurz berichtet

Aus der Presse

Stadtbezirk führt Ehrenpreis ein

AHLEM. Der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt hat auf Anregung von Einzelvertreter Siegfried Seidel (Die Linke) die Verleihung eines Ehrenpreises für engagierte Bürgerinnen und Bürger des Stadtbezirkes beschlossen. „Viele Bürger haben durch ihr uneigennütziges Engagement viel für das Gemeinwohl bewegt“,
begründet Seidel seine Initiative.
„Diesen Menschen gilt es, im Namen des Stadtbezirks Danke zu sagen.“ Einen Vorschlag, wer den Preis zum ersten Mal erhalten soll, hat Seidel auch schon. Nach
seinen Vorstellungen sollte das der Arbeitskreis „Bürger gestalten ein Mahnmal“ sein, dessen Mitglieder seit 25 Jahren an das einstige Konzentrationslager in Ahlem
erinnern. Das Engagement des Arbeitskreises gegen das Vergessen sei gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, betont Seidel und verweist auf die Neonaziszene in Hannover und der Region

Quelle: Hannoversches Wochenblatt - Ausgabe West 25.04.2012

Ahlem/Seidel prescht vor

Vorschlag für Ehrenamtspreis

Das ging schnell: Erst in seiner jüngsten Sitzung hatte der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt die Einführung eines Ehrenpreises für engagierte Einwohner beschlossen. Jetzt schlägt der Bezirksratsherr Siegfried Seidel (Linke) den Arbeitskreis "Bürger gestalten ein Mahnmal" als ersten Preisträger vor.

Seit 25 Jahren erinnere die Initiative an das Konzentrationslager in Ahlem. Das Engagement des Arbeitskreises sei gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, betont Seidel und verweist auf die Neonaziszene in der Region Hannover. Seidel hatte die Einführung des Preises im Bezirksrat angeregt, alle anderen Fraktionen hatten sich seinem Vorschlag angeschlossen.

Quelle: Stadt-Anzeiger West 26.04.2012

 
17. April 2012  Kurz berichtet

Ehrenpreis für engagierte Einwohner/innen

 

Die Politiker im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt haben beschlossen, einen Ehrenpreis für engagierte Einwohner einzuführen. Der Anstoß dazu kam vom linken Bezirksratsherrn Siegfried Seidel. „Viele Bürgerinnen und Bürger haben durch ihr uneigennütziges Engagement viel für das Gemeinwohl bewegt“, begründet Seidel seine Initiative. „Diesen Menschen gilt es, im Namen des Stadtbezirks Danke zu sagen.“ Einen Vorschlag, wer den Preis zum ersten Mal erhalten soll, hat er auch schon. Nach seinen Vorstellungen soll das der Arbeitskreis „Bürger gestalten ein Mahnmal“ sein, der seit 25 Jahren an das Konzentrationslager in Ahlem erinnert. Es handelte sich um ein sogenanntes Außenlager, in dem die Häftlinge zur Sklavenarbeit gezwungen wurden und Hunger und Gewalt ausgesetzt waren. Das Engagement des Arbeitskreises wider das Vergessen sei gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, betont Siegfried Seidel und verweist auf die Neonaziszene in der Region Hannover.

 

Foto des Mahnmals von Raimond Reiter

Hier finden Sie Wissenwertes über das Mahnmal KZ-Außenlager Ahlem

Quelle: Netzwerk Erinnerungen + Zukunft in der  Region Hannover

Angesichts der alliierten Lufthoheit über Deutschland wurde in der letzten Kriegsphase verstärkt versucht, wichtige Rüstungsbetriebe bombensicher in unterirdische Stollen zu verlagern. In Hannover-Ahlem sollte ein ehemaliges und inzwischen unter Wasser stehendes System von Asphaltstollen für Produktionsanlagen der ehemaligen Continental Gummi-Werke und der Maschinenfabrik Niedersachsen Hannover (MNH) hergerichtet werden. Am 30. November 1944 wurde mit ca. 750 jüdischen Häftlingen aus Polen der überwiegende Teil des Außenlagers Stöcken-Continental in das neu angelegte Lager Ahlem verlegt. Sein Kommandant wurde der bekannte Fußballspieler des Hamburger Sportvereins HSV Otto Fritz "Tull" Harder (1892-1956).

In zwölfstündigen Tag- und Nachtschichten mussten mit Hämmern und Spitzhacken die Gänge erweitert werden. Unmenschliche Arbeitsbedingungen in den nassen Stollen und ständige Schläge und Misshandlungen durch SS und ‚Kapos’ führten zu einer hohen Todesrate. Ermordete und Arbeitsunfähige wurden ständig aus dem Stammlager Neuengamme ersetzt, im Januar und Februar 1945 zumeist durch sowjetische Häftlinge. Am 28. März 1945 brachte die SS zudem 200-250 ungarische Juden aus dem Neuengammer Außenlager Hildesheim nach Ahlem. Insgesamt waren etwa 1.500 Häftlinge in Ahlem eingesetzt. In den fünf Monaten seines Bestehens starben hier nach bisherigen Erkenntnissen etwa 750 Menschen. Damit hatte das Ahlemer Lager die höchste Sterblichkeitsrate aller KZ-Außenlager in Hannover. Zur Produktionsaufnahme in der unterirdischen Anlage kam es nicht mehr. Die ‚marschfähigen’ Gefangenen wurden am 6. April 1945 nach Bergen-Belsen getrieben, während die ca. 200 als krank Zurückgelassenen am 10. April von amerikanischen Truppen befreit wurden – unter den Soldaten war auch der spätere Außenminister Henry Kissinger.

Seit dem Jahre 1987 setzt sich der Arbeitskreis ‚Bürger gestalten ein Mahnmal' für eine würdige Gestaltung am Ort des Ahlemer Außenlagers ein. Dieses Bürgerprojekt wurde vom Kulturamt der Stadt Hannover in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden und weiteren öffentlichen Einrichtungen unterstützt. Das in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Lagergelände realisierte Mahnmal wurde am 4. Februar 1994 eingeweiht und symbolisiert den Eingang zum Stollen. Es wurde 2001 durch zwei von Berufsschülern der BBS 3 Hannover geschaffene Kupferstelen mit 299 Namen von Opfern des KZ Ahlem ergänzt. Eine Ausstellung zur Geschichte des Außenlagers befindet sich in der 1987 eröffneten Mahn- und Gedenkstätte Ahlem. Die Entstehung des Denkmals ist in einem Buch dokumentiert worden.

Wenige Fundamentreste des ehemaligen Lagers befinden sich heute auf Privatbesitz neben dem Mahnmal. Sie sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Um das Gedächtnis an das Konzentrationslager zu erhalten, warb der Arbeitskreis ‚Bürger gestalten ein Mahnmal' Spenden für den Bau eines Lagermodells ein. Der Architekt Matthias Düsterhöft und der Modellbauer Uwe Strahl haben für den Arbeitskreis dieses Modell im Maßstab 1:200 angefertigt. Düsterhöft war dafür eigens nach Israel gereist und hatte mit Überlebenden über ihr Schicksal und das Aussehen des Lagers gesprochen. Das Modell wurde am 65. Jahrestag der Befreiung des KZ Ahlem am 10. April 2010 während einer Feierstunde in der Heisterbergschule der Öffentlichkeit übergeben. Seinen endgültigen Platz soll es in der neugestalteten Gedenkstätte Ahlem finden.

Am 10. April 2000 übernahm die nahe gelegene ehemalige Hauptschule Ahlem die Patenschaft für das KZ-Mahnmal Hannover-Ahlem. Sie wurde für ihre engagierte Erinnerungsarbeit mehrfach ausgezeichnet. Im Jahre 2005 entstand ein Gedenkbuch, in dem Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte Seiten mit den Namen von Opfern des Konzentrationslagers gestaltet haben. Die 2008 neu gegründete Haupt- und Realschule Ahlem, die seit März 2009 den Namen Heisterbergschule trägt, übernahm am 8. Mai 2009 in einer Feierstunde diese Patenschaft. Am 13. September 2011 wurde im Beisein eines Überlebenden des KZ Ahlem,  Chaim Liss,  eine Informationstafel der Landeshauptstadt Hannover an die Öffentlichkeit übergeben.


Kontakt:
Bürger gestalten ein Mahnmal
c/o Ruth Gröne
Tel. 0511 48 10 08
E-mail madue[at]web.de

Kontakt:
Haupt- und Realschule Heisterbergschule
Petit Couronne Straße 30, 30453 Hannover
Tel. (0511) 16 83 41 36
E-mail heisterbergschule[at]hannover-stadt.de
www.heisterbergschule.de
Projektseite der Schule: Die Mahnmal-Patenschaft
Netzwerk-Mitglied

 

 

 

 

 

 
24. März 2012  Kurz berichtet

Aus der Presse

Neuer Preis für Engagierte

 

Ehrenamtliche Engagierte können im Stadtbezirk Ahlem-Badenstedt-Davenstedt künftig auf eine Auszeichnung hoffen. Der Bezirksrat lobt einen Preis für verdienstvolle Bürger oder Vereine aus. Der Preis soll jährlich in drei Kategorien Sport, Soziales und Jugend vergeben werden. DIE LINKE hatte im Bezirksrat einen entsprechenden Antrag eingebracht, dem sich alle übrigen Fraktionen anschlossen.

Die Preisverleihung soll "in einem würdigen Rahmen stattfinden" - beispielsweise während des Neujahrsempfangs der Vereine oder der Sportlerehrung. Ob der Preis zur Unterstützung der ehrenamtlichen Tätigkeit der Ausgezeichneten mit einem Betrag von 100 Euro dotiert werden kann, soll noch geprüft werden.

"Eine Vielzahl von Bürgern haben im Stadtbezirks durch ihr uneigennütziges Engagement für das Gemeinwohl viel bewegt", begründete Siegfried Seidel (Linke) seien Antrag zur Einführung des Preises. "Diesen Menschen gilt es, im Namen des Stadtbezirks Danke zu sagen."

 

Quelle: Stadt-Anzeiger West  22.03.2012   Rüdiger Meise

 
05. Januar 2012  Kurz berichtet

Aus der Presse

Quelle Stadt-Anzeiger West 05.01.2012 Hannoversche Allgemeine Zeitung/Neue Presse

Umgehungsstraße soll früher kommen

Der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt hat kurz vor Weihnachten zahlreiche Wünsche an die Kommunalpolitiker der Stadt weitergereicht. Im Haushaltsplanentwurf 2012 soll der Rat unter anderem einen früheren Baubeginn der Umgehungsstraße „Bahndammtrasse“ am Rande von Ahlem einplanen. Bislang sind Investitionsmittel für eine Umgehungsstraße, mit der das hohe Verkehrsaufkommen auf der Wunstorfer Landstraße verringert werden soll, in der Finanzplanung der Stadt erst für die Zeit nach 2016 vorgesehen. Um die Ahlemer Hauptstraße aber so schnell wie möglich zu entlasten, soll die sogenannte „Bahndammstraße“ früher gebaut werden, meint der Bezirksrat. Allerdings wurde in der Sitzung auch Kritik an den Plänen deutlich. „Die Straße ist viel zu schmal und wir Anwohner machen den Ausbau nicht mit“, rief eine Bürgerin.
Fußweg in Davenstedt: Der Bezirksrat wünscht sich einstimmig einen Fußgängerweg zwischen Davenstedt-West und dem nördlich gelegenen Wohngebiet (Brachvogelweg?–?Trappenkehre?–?Droehnenstraße). Eine Verbindung besteht bereits über Trampelpfade, die bei feuchter Witterung aber schlecht begehbar sind. Die Verwaltung hatte den Ausbau der Wegeverbindung bereits im Jahr 2000 in Aussicht gestellt, heißt es in einem Antrag der CDU-Fraktion. l
Kunstrasenplatz für TuS: Der Aschenplatz des TuS Davenstedt reicht dem Verein nicht mehr aus, um weiterhin eine vorbildliche Jugendarbeit zu leisten, heißt es in einem weiteren Antrag der Christdemokraten. Einstimmig fordert der Bezirksrat daher einen Kunstrasenplatz, der wetterunabhängig genutzt werden kann. Zur Finanzierung sollen auch Vereinsmittel und Sponsorengelder herangezogen werden. Der Verein habe sich mit seinen rund 1500 Mitgliedern zu einem der innovativsten Vereine in Hannovers Westen entwickelt und sei für seine Jugendarbeit in diesem Jahr mit dem „Sepp-Herberger-Preis“ ausgezeichnet worden, heißt es in der Begründung.
Förderung der Solarenergie: Mit zwölf zu fünf Stimmen billigte der Bezirksrat einen Antrag der Linken – und fordert nun den Rat der Stadt auf, „unverzüglich einen Plan zu erstellen, um alle Gebäude der Landeshauptstadt mit Photovoltaikanlagen und Solarzellen auszustatten“. Gemeint sind aber nur die öffentlichen Gebäude. Der Bezirksrat sei der Meinung, dass mit entsprechenden Maßnahmen eine Energiewende hin zu dezentralen und erneuerbaren Quellen innerhalb weniger Jahre zu schaffen ist, heißt es in dem Antrag. So schaffe man neue Arbeitsplätze und eröffne neue Perspektiven. Einsparungen, die so erzielt werden, sollten in kostenloses Bio-Essen für Kitas und Schulen fließen.
Verfügungsmittel des Bezirksrats sollen wie folgt ausgegeben werden: Für den Ausbau der Badenstedter „Yard-Skatehall“ des Vereins zur Förderung von Jugendkultur und Sport 2500 Euro, für die Ausbildungsinformationsbörse ALI des Schulzentrums Badenstedt 1000 Euro. Des Weiteren 980 Euro für die Einrichtung einer Jugendband in der katholischen Kirchengemeinde St. Godehard. Für die Reparatur eines Kunstfahrrads des Vereins für Kunstfahrradsport Hannover (VfK) gibt es 300 Euro, und für die Aufstellung eines Kinderkarussells auf dem Ahlemer Weihnachtsmarkt 300 Euro.
05.01.2012 / STAW Seite 2 Ressort: STAW
 
18. Dezember 2011  Kurz berichtet

Aus der Presse

Ökologische Wende

AHLEM. Einen Änderungsantrag zum Haushalt der Stadt Hannover hat auf der jüngsten Sitzung des Bezirksrates des Bezirksrates Ahlem- Badenstedt-Davenstedt Siegfried Seidel eingebracht. In dem vom Bezirksrat mit deutlicher Mahrheit verabschiedeten Antrag fordert der Vertreter der LINKEN
die Stadt auf, unverzüglich einen Maßnahmenplan zu erstellen, um alle städtischen Gebäude mit Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung und Solarzellen zur Wärmenutzung auszustatten. Seidel, zugleich Mitglied der AG Ökologische Plattform in der LINKEN: „Mit einem Maßnahmenplan dieser Art, kann hier vor Ort ein Umbau der Energiestrukturen erreicht und so der Atomausstieg unumkehrbar gemacht werden.“ Eine Idee, wie die durch die mögliche Reduzierung der Energiekosten eingesparten Gelder eingesetzt werden könnten, hat Seidel auch schon. Mit diesem Geld, so der Einzelvertreter, könnte kostenloses Bio-Essen
beispielsweise für Kindertagestätten und Schulen finanziert werden. „Damit könnte ein Beitrag zur gesunden Ernährung unserer Kinder erzielt werden.“

Quelle: Hallo Sonntag 18.12.2011

 


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