Sozial beginnt vor Ort
30. November 2011  Kurz berichtet

Aus der Presse

Grüne suchen Nachrücker

Wer setzt sich auf den Stuhl, der Ingrid Lange zugedacht war? Nachdem sich die populäre Grüne aus dem Stadtbezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt zurückgezogenhat, suchen dieGrünen mit Hochdruck einen Nachfolger – bislang vergeblich.
„Wir hoffen aber, bei der nächsten Bezirksratssitzung am 8. Dezember alle drei Plätze besetzen zu können“, sagt der Fraktionsvorsitzende René Rosenzweig.
Die Zusammenarbeit mit der SPD im Bezirksrat erklärt er für beendet. „Diese Fraktion nicht politikfähig“, meint Rosenzweig.
Wie berichtet, war Ingrid Lange bei der Wahl zur stellvertretenden Bürgermeisterin durchgefallen, obwohl SPD und Grüne eine Wahlvereinbarung
getroffen hatten. Mindestens zwei SPD Mitglieder müssen sich für den CDU Kandidaten Oliver Kiaman entschieden haben, nach Darstellung der Grünen sollen
es sogar drei gewesen sein. Lange hatte daraufhin ihr Mandat im Bezirksrat zurückgezogen. In einem offenen Brief bittet sie dafür um Verständnis: Sie habe sich sehr auf die Arbeit als stellvertretende Bürgermeisterin in ihrem Heimatbezirk gefreut. Nun jedoch sei sie von der SPD-Fraktion „persönlich beschädigt worden“.
Von rüdiger Meise
Ingrid Lange wirft in AhLeM hin – und grollt der SPD

Quelle: Stadt-Anzeiger West 01.12.2012

 
30. November 2011  Kurz berichtet

Offener Brief von Ingrid Lange

29.11.2011 - von Ingrid Lange

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

am 11. September 2011 wurde ich als Kandidatin meiner Partei in unseren Stadtbezirksrat direkt gewählt. Das hat mich angespornt, weiterhin politische Verantwortung als Bezirksratsfrau zu übernehmen. Ich hatte mich darauf gefreut! Gerade weil ich hier geboren und mein ganzes Leben geblieben bin, wollte ich nach zehnjähriger Stadtratspolitik Politik vor Ort direkt mitgestalten, und zwar als stellv. Bezirksbürgermeisterin. So war die vertrauensvolle rot-grüne Vereinbarung. Diese wurde, wie Sie wissen, nicht eingehalten.

Ich habe intensiv nachgedacht und mich entschieden, mein Mandat zurückzugeben. Ich werde dem Bezirksrat ab 1.12.2011 nicht mehr angehören. Für diesen Schritt, verehrte Leserinnen und Leser, bitte ich um Verständnis, denn nicht nur ich bin persönlich beschädigt worden, sondern auch meine grünen FraktionskollegInnen, denen zugetraut wird, mich nicht gewählt zu haben.

Trotz aller Enttäuschung wünsche ich der neuen Bezirksbürgermeisterin Brigitte Schlienkamp und ihrem Stellvertreter Oliver Kiamann viel gute Kraft für ihre Arbeit in unserem Stadtbezirk.

Ingrid Lange

 
25. November 2011  Kurz berichtet

Aus der Presse

Spekulationen und Behauptungen

AHLEM. Ihre Unstimmigkeiten über die Öffentlichkeit austragen möchten offenbar SPD und Bündnis 90 / Die Grünen im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-
Davenstedt. Nachdem die Grünen mit der Frage „Was ist los mit der SPD“ auf eine Zeitungsmeldung reagierten, nimmt jetzt in der Person des Vorsitzenden der SPD Hannover-West, Wolfram Römer, und des Vorsitzenden der Bezirksratsfraktion, Rainer Göbel, die SPD Stellung zu den Aussagen der Grünen. Beide konstatieren, dass beide Parteien die Frage umtreibe, welche Bezirksratsmitglieder auf der konstituierenden Bezirksratssitzung nicht dem
Vorschlag, Ingrid Lange zur stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin zu wählen, gefolgt seien. Fakt sei, so Römer und Göbel, dass zwei der insgesamt elf
den Fraktionen von SPD und Grünen angehördenden Bezirksratsmitgliedern abweichend votiert hätten. Enttäuschung und auch Groll als Folge dieser
Abstimmung seien nachvollziehbar. Man verwahre sich jedoch gegen den pauschalen Vorwurf, wonach die „Abweichler“ aus den Reihen der SPD stammen
müssten. „Da es sich um eine geheime Wahl handelte, ist es letztlich für niemanden möglich, im Nachhinein Gewissheit darüber zu erlangen, wer genau wie gestimmt hat“, schreiben Römer und Göbel, um dann abschließend zu betonen, dass Spekulationen und Behauptungen der Nährboden für tiefes
Misstrauen seien. „Sie bilden keine geeignete Basis für eine sachbezogene Politik zum Wohle der Bürger, die wir gemeinsam verfolgen sollten.“ • Für die Linke wiederum hat deren Vertreter, Jens Seidel, klargestellt, dass er Langes Gegenkandidaten, den CDU-Politiker Oliver Kiaman, bei der Wahl nicht unterstützt habe. Für Seidel – „Es spricht nicht für die SPD, so mit Ingrid Lange zu verfahren und sie so abzukanzeln“– steht außer Frage, dass es zwei SPD Vertreter waren, die Lange die Stimme verweigerten.

 

Quelle: Hannoversches Wochenblatt Ausgabe West, 23.11.11

 

Berichtigung: der Vertreter der LINKEN in Stadtbezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt heißt Siegfried Seidel. Jens Seidel ist Mitglied der CDU und Mitglied er CDU Stadtratsfraktion (Administrator)

 
18. November 2011  Kurz berichtet

DIE LINKE wird Druck für soziale und ökologische Politik verstärken

Hannover, 18.11.2011

Nach der Wahl von Oliver Kiamann (CDU) zum stellvertretenden
Bezirksbürgermeister hat das rot-grüne Mehrheitsbündnis im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt gleich zu Beginn der Wahlperiode einen Knacks bekommen.

Damit im Stadtbezirksrat trotzdem eine Wende hin zu einer sozialen und
ökologischen Politik möglich wird, verspricht LINKEN-Bezirksratsherr Siegfried Seidel verstärkten Druck auf die rot-grüne Mehrheit auszuüben. Seidel stellte zugleich klar, dass er Kiamann nicht mitgewählt hat.
Die bisherige grüne Bürgermeisterin der Landeshauptstadt, Ingrid Lange, unterlag überraschend bei der Wahl zur stellvertretenden Bezirksbürgermeisterin. Die populäre Grünenpolitikerin erhielt nur neun Stimmen, Oliver Kiamann dagegen zehn Stimmen. Damit haben mindestens zwei SPD-Bezirksratsvertreter die Grüne nicht mitgewählt. „Es spricht nicht für die SPD, so mit Ingrid Lange zu verfahren und sie so abzukanzeln“, betont Siegfried Seidel. Die Grünen und auch die Piraten signalisierten Bereitschaft, mit Seidel in den nächsten Jahren zusammenzuarbeiten.

 
17. November 2011  Kurz berichtet

Aus der Presse

Bezirksrat lässt Ingrid Lange abblitzen

Ein politischer Paukenschlag übertönt die Bürgermeisterwahl im Stadtbezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt: Die populäre Grüne Ingrid Lange fiel bei der Wahl zur stellvertretenden Bürgermeisterin überraschend durch. Nach zehn Jahren als Bürgermeisterin der Stadt Hannover wollte sich die 74-Jährige im Stadtbezirk politisch entfalten. Daraus wird nun nichts. Mindestens ein Sozialdemokrat muss Lange die Stimme versagt haben. Nachdem die SPD im Bezirksrat Linden-Limmer bereits angekündigt hat, den dortigen Grünen-Bürgermeisterkandidaten Rainer-Jörg Grube nicht zu unterstützen, hängt nun auch im Bezirksrat Ahlem zwischen der Haussegen zwischen Rot und Grün schief. „So ist die SPD im Stadtbezirk nicht politikfähig“, sagt René Rosenzweig, Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksrat. Friederike Kämpfe, Vorsitzende des Stadtverbands der Grünen, ergänzt: „Wir sind für die Umsetzung grüner Politik nicht auf die SPD angewiesen und können uns auch andere Mehrheiten suchen.“ Sichtlich konsterniert hatte zuvor die frisch gewählte Bezirksbürgermeisterin Brigitte Schlienkamp (SPD) auf der konstituierenden Sitzung des Bezirksrats in Ahlem das Ergebnis der Wahl ihres Stellvertreters vorgetragen: Mit einer Stimme Mehrheit gewann der CDU-Kandidat Oliver Kiaman die Abstimmung gegen Lange. Mindestens zwei Vertreter von SPD und Grünen müssen in der geheimen Abstimmung für den 33-jährigen Christdemokraten votiert haben. Die CDU hat im Bezirksrat lediglich fünf Sitze. Kiaman wurde aber von zehn Mitgliedern gewählt, neun entschieden sich für Lange. Selbst wenn die Einzelvertreter von Piratenpartei, Linken und Wählergemeinschaft WfH geschlossen für Kiaman votiert haben sollten, muss es also mindestens zwei Abweichler aus dem Lager von Rot-Grün gegeben haben. Im ersten Wahlgang hatte Lange noch eine Stimme Mehrheit, erreichte aber die absolute Mehrheit nicht. Von 19 abgegebenen Stimmen war eine ungültig, ein Bezirksratsmitglied hatte sich enthalten. Offenbar fielen diese beiden Stimmen im zweiten und entscheidenden Wahlgang Kiaman zu. Ingrid Lange reagierte schwer enttäuscht auf das Ergebnis. Für sie war klar: Die Abweichler müssen aus dem Lager der SPD stammen. „Es gab eine klare Verabredung mit den Sozialdemokraten“, sagte sie. Diese sei nicht eingehalten worden. SPD-Fraktionschef Rainer Göbel hält es allerdings auch für möglich, dass zumindest einer der Abweichler im Lager der Grünen zu suchen sei. Das weisen die Grünen barsch zurück: Nach ihren Informationen hätten sogar drei oder vier SPD-Mitglieder den CDU-Kandidaten gewählt. Für die SPD-Fraktion sei der Verlauf der Wahl tatsächlich „ein großes Problem“, sagte Göbel. „Wir haben einen Kooperationsvertrag mit den Grünen und müssen uns daran halten.“ Nun sei das Verhältnis beider Parteien belastet. Dennoch könne er mit Oliver Kiaman als neuem stellvertretenden Bürgermeister durchaus leben: „Nett, korrekt – ein guter Mann, den ich sehr schätze“, lobte Göbel. Der von seiner Wahl sichtlich überraschte Kiaman fand zunächst tröstende Worte für Ingrid Lange, mit der ihn eine lange persönliche Freundschaft verbindet, wie er sagte. In seiner neuen Funktion als stellvertretender Bürgermeister wolle er vermittelnd wirken, sagt Kiaman am Tag nach der Wahl.
Quelle: 17.11.2011 / STAW Seite 1 Ressort: STAW Stadtanzeiger West

 

 


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