20. März 2016  Kurz berichtet

DIE LINKE im Westen stellt sich neu auf.

 

Am 16. März wählte DIE LINKE Basisorganisation Hannover/Region West ihre Kandidat*innen zum Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Nach 10 Jahren an der Spitze gibt es bei den LINKEN im Westen Hannovers einen Wechsel, Siegfried Seidel, der für DIE LINKE im Bezirksrat sitzt, geht in die zweite Reihe: „DIE LINKE ist eine Partei, die feministische Inhalte teilt, also ist es folgerichtig, dass wir auch eine Frau an die Spitze der Liste stellen“ so Seidel zur Aufstellungswahl. Julia Grammel, die zusammen mit Seidel und Frank Forsch im Sprecher*innenrat der BO West sitzt, freut sich über das Ergebnis und sagt: „Erklärtes Ziel der Linken im Westen Hannovers ist es, in Fraktionsstärke in den Bezirksrat einzuziehen, d. h. der linke Bezirksratsherr Seidel wäre wieder mit von der Partie. Das ist auch gut so, denn das Wissen und die Erfahrung die er in den letzten 10 Jahren sammeln konnte sind nicht unwichtig“. „Es ist uns eine wirklich gute Mischung gelungen und zusammen werden wir die sozialen und menschlichen Ideen der LINKEN im Stadtbezirksrat voranbringen.“ so Seidel weiter. Das Spitzenduo Grammel/Seidel freut sich auf den kommenden Wahlkampf. Unterstützt werden sie von Frank Forsch (Sprecher*innenrat der BO West) und Brigitte Falke (Mitglied im Kreisvorstand), die auf die Plätze drei und vier gewählt wurden.

Siegfried Seidel (für DIE LINKE. BO West)

 

Frank Forsch, Siegfried Seidel, Julia Grammel, Brigitte Falke

 

 
07. Januar 2016  Anträge

Aus der Presse

Die „Mutter Ostpreußens“ huldigte Hitler

Die Heimatdichterin Agnes Miegel taugt nicht länger als Namenspatin des Badenstedter Miegelwegs
Beschlossene Sache: Der Miegelweg wird umbenannt. Foto: Moers

Badenstedt. Ihre „nationalistisch eingebettete Heimatverbundenheit“ ließ Agnes Miegel in das Kielwasser der NS- Ideologie geraten. Zu dieser Einschätzung kommt der Beirat zur wissenschaftlichen Betrachtung von namensgebenden Persönlichkeiten in seinem Anfang Oktober vorgestellten Abschlussbericht. Die Namenspatin des Badenstedter Miegelwegs steht demnach schwer im Verdacht, eine „kontinuierlich arbeitende Stütze des NS-Regimes“ gewesen zu sein. Als Konsequenz dieser Bewertung entschied der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt in der vergangenen Woche die Umbenennung der Wohnstraße im Herzen des ehemaligen Körtingsdorf.

„Ihre kulturellen Leistungen ändern nichts daran, dass Agnes Miegel den Nationalsozialisten zugejubelt hat.“ Mit dieser Aussage begründete Wilhelm Vogt die Stimmen der Grünen-Fraktion für die Straßenumbenennung. Noch im November hatte die SPD den Antrag des Linken-Einzelvertreters Siegfried Seidel auf Umbenennung des Weges zur Beratung in die Fraktion gezogen. Bei der Abstimmung am vergangenen Mittwochabend im Ahlemer Bürgerhaus folgte die SPD dann der Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats. Wenig Beachtung fand dagegen eine von der CDU-Fraktion organisierte Umfrage, die Anwohner des Weges dazu aufforderte, sich zu der Umbenennung zu äußern. Volker-Udo Höhne, Fraktionschef der CDU, verwies darauf, dass sich im Zuge der postalischen Umfrage zahlreiche Anlieger gegen die Umbenennung ausgesprochen haben.

Höhne legte außerdem eine Stellungnahme der Bad Nenndorfer Agnes-Miegel-Gesellschaft vor. Darin äußert der Sprecher des Vereins, Detlef Suhr, scharfe Kritik an der Verurteilung Miegels durch den 2014 vom Rat eingesetzten Beirat. Zur Entlastung der Dichterin verweist die Stellungnahme auf das Urteil eines Entnazifizierungsverfahrens, das Agnes Miegel 1949 als „unbelastet“ einstuft. Der Verein, der in Bad Nenndorf den Alterssitz der Dichterin, das „Agnes-Miegel-Haus“ betreibt, hält die Anschuldigungen des Beirats, Miegel sei eine „Stütze des NS-Regimes“ gewesen, für konstruiert. Gedichte, die Miegel als Huldigung Adolf Hitlers verfasst hat, seien lediglich „dem Pathos der Zeit“ geschuldet. So schreibt der Verein über die vermeintliche Verstrickung Miegels in den NS-Kulturbetrieb auf seiner Internetseite: „Agnes Miegel war nie ein politisch denkender Mensch und durchschaute nicht, wie das NS-Regime sie für seine Ziele und Zwecke instrumentalisiert. Noch weniger erkannte sie, worum es dem NS-Regime tatsächlich ging.“ Der Beirat kommt zu einem anderen Urteil. In der einseitigen Begründung der Umbenennungsempfehlung wird etwa auf das 1936 publizierte Gedicht „Dem Führer“ verwiesen. Darin heißt es: „Unsre Herzen, hart von Not und Krieg, hat mit feinen glühenden, glaubensvollen Worten er durchpflügt wie Ackerschollen, bis ein neuer Frühling aus uns stieg.“

Der Vorsitzende der SPD-Fraktion-Rainer Göbel warf der CDU vor, man wolle sich mit den vorgebrachten Einwänden über den vorgelegten Expertenbericht hinwegsetzen. Weder die Stellungnahme noch die Umfrage wurde daher weiter diskutiert.

Bei der nun anstehenden Suche nach einer neuen Namenspatin will der Bezirksrat die Bürger einbeziehen. Als Ersatz für die als „Mutter Ostpreußens“ bekannten Miegel schlug Siegfried Seidel die ehemalige hannoversche Ratsfrau Henriette-Suffrian vor. Die 1981 gestorbene Politikerin aus Linden wurde ob ihrer Verdienste um die Kleingartenkultur auch „Mutter der Kleingärten“ genannt.

Quelle: Neue Presse/Hannoversche Allgemeine Zeitung Stadtanzeiger West 07.01.16

 
16. Oktober 2015  Anfragen

Anfragen

Eine Übersicht über die Anfragen und Anträge der LINKEN im Stadtbezirksrat Hannover Ahlem-Badenstedt-Davenstedt finden Sie hier:

http://www.linksfraktion-hannover.de/nc/bezirksraete/11_ahlem_badenstedt_davenstedt/

 

 
16. Oktober 2015  Anträge

Anträge

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

die neusten Anträge der LINKEN im Stadtbezirksrat Hannover Ahlem-Badenstedt-Davenstedt finden Sie hier:

 

http://www.linksfraktion-hannover.de/nc/bezirksraete/ahlem_badenstedt_davenstedt/

 
16. Oktober 2015  Kurz berichtet

Aus der Presse

Bahn: Kein Lärmschutz für neue Brücken

Westliche Stadtteile. Die geplante Erneuerung von vier Brücken der Güterumgehungsbahn wird voraussichtlich keine wesentliche Senkung des Bahnlärms zur Folge haben. Bei der für 2017/18 geplanten Grunderneuerung der Brücken Ziegelstraße, Wunstorferstraße, Davenstedter Straße und im Fössegrünzug verzichtet die Bahn auf die Aufstellung von Lärmschutzwänden oder sonstigen aktiven Lärmschutzmaßnahmen.

Der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt wirft dem Unternehmen nun vor, die einhellige Forderung des Gremiums und vieler Anwohner zu ignorieren. In einer Stellungnahme zu der geplanten Brückenerneuerung hatte der Bezirksrat vor seiner Sommerpause die Stadtverwaltung nachdrücklich aufgefordert, die Deutsche Bahn zur Einrichtung aktiver Lärmschutzmaßnahmen anzuhalten. Gesetzlich ist die Bahn bei einer Brückenerneuerung nicht zum Bau von Lärmschutzwänden verpflichtet.

„Das Problem besteht seit Jahrzehnten. Jetzt konnten wir endlich einmal etwas bewirken und dann wird das nicht umgesetzt“, zeigte sich Bezirksratsherr Kai Orak enttäuscht. Er weigerte sich daraufhin, einer Drucksache der Verwaltung zu dem Planfeststellungsverfahren zuzustimmen. Alle weiteren Mitglieder enthielten sich aus Protest der Abstimmung. „Ich lege das vorgestellte Papier so aus, dass die Verwaltung nur einer Teilforderung nachkommt“, ärgerte sich Linken-Vertreter Siegfried Seidel. In seiner Stellungnahme hatte der Bezirksrat einstimmig gefordert, dass der „lärmtechnische Standard der neuen Brücken dem von Neubaustrecken entsprechen muss“.

Tatsächlich plant die Bahn weiterhin, lediglich bei der Materialwahl und dem technischen Aufbau der neuen Brücken auf den Lärmschutz Rücksicht zu nehmen. „Alles, was in den Brücken verbaut wird, entspricht den Standards einer neuen Brücke. Es wird bloß keinen aktiven Lärmschutz geben“, erklärte Siegfried Plöger vom Fachbereich Tiefbau. Seiner Ansicht nach werden die erneuerten Brücken leiser als die bestehenden, die alle um 1906 errichtet wurden. Die Bezirksratspolitiker zeigten sich allgemein frustriert über den Umgang mit ihrer Forderung. mm

Quelle: Neue Presse/ Hannoversche Allgemeine Zeitung Stadtanzeiger West 15.10.15

 

Powered by Joomla!. Template modifiziert 2011 von B. Mex. Gültiges XHTML und CSS. Optimiert für Mozilla Firefox.